Post startet am Mittwoch mit neuer bank99

Die Österreichische Post startet am 1. April mit ihrer neuen bank99. In 413 Post-Filialen werden Girokonten, Zahlungsverkehr, Kreditkarten, Debitkarten und Sparprodukte sowie Online-Services angeboten, wie die Post am Dienstag mitteilte. Am 4. Mai folgen die Post Partner. Für Post-Mitarbeiter gibt es wegen der Coronavirus-Krise eine Prämie von 200 Euro.

“Wir starten mit der bank99 nicht nur trotz, sondern auch wegen der aktuellen Situation im Land”, betonte Post-Generaldirektor Georg Pölzl. Die Filialen und 90 Prozent der Post-Partner seien weiterhin geöffnet, das unterstreiche deutlich, warum es wichtig ist, dass die Post auch in Zukunft Bankdienstleistungen anbietet. Die Post leiste mit ihren knapp 1.800 Geschäftsstellen auch zukünftig einen Beitrag zur “Bank-Nahversorgung” im Land, heißt es in der heutigen Mitteilung weiter. Die Geschäftszeiten der bank99 seien identisch mit denen der Postfilialen und somit die besten der Branche.

Ab dem zweiten Halbjahr sollen auch Produkte wie Konsumkredite, Wohnbaufinanzierungen und Versicherungs- bzw. Vorsorgeprodukten mit und von Partnern dazukommen.

Die Post hat vor dem Start ihrer eigenen Bank lange Zeit mit der BAWAG P.S.K. zusammengearbeitet, die im Herbst 2017 ihre Kooperation mit den Postlern aufkündigte. Eine geplante Partnerschaft mit der deutschen FinTech Group kam nicht zustande. Im Frühjahr 2019 einigte sich die Post mit der Grazer Wechselseitigen (GraWe) und erwarb von dieser 80 Prozent der Brüll Kallmus Bank und kam damit selber zu der begehrten Banklizenz.

Die teilstaatliche, börsenotierte Post AG hat auch mitgeteilt, dass sie drei Millionen Euro an Sonderprämie für die Mitarbeiter im operativen Geschäft (Filialen, Lager, etc.) ausschüttet. Pro Beschäftigtem wären das bis zu 200 Euro.

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