Posthof navigiert zwischen „Ebbe und Flut“

    Ahoi!Pop bietet buntes Programm von schwerer Seelenmusik der Cigarettes After Sex bis zu den HipHop-Helden von Fünf Sterne deluxe

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    Das Bo und Co mit Fünf Sterne deluxe im Linzer Posthof
    Das Bo und Co mit Fünf Sterne deluxe im Linzer Posthof. © David Königsmann

    Linz ist sicher nicht das neue London, aber in Sachen Musik-Festival müssen Fans nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Das Ahoi!Pop im Linzer Posthof hat sich auch international einen Namen gemacht, braucht sich in der Szene nicht zu verstecken. Von 1. bis 4. November ist es wieder so weit, ganz nach dem Motto „alte Helden, junge Stürmer“ heißt es „Leinen los“. „Ebbe, Flut, Sturm bis hin zum sanften Wellengang, es ist alles dabei“, verspricht Posthof-Musik-Chef Gernot Kremser.

    Nach der Absage von Sohn (Christopher Taylor) — er nimmt laut Kremser wegen eines Burn Outs eine Auszeit in Island, soll aber nächstes Jahr am 4. Mai im Posthof auftreten — machen Cigarettes After Sex den Auftakt (1. 11.). Mit ihrer schwermütigen Seelenmusik wurden sie über Youtube zum Phänomen. Soul pur bieten auch Lee Fields, der stimmlich mit Soul-Legende James Brown verglichen wird, und die Mark Lanegan Band. Zwischen Folk und elektronischer Melancholie bewegen sich „Haux“.

    Frischer Wind aus OÖ

    Für frischen Wind sorgen „Naked Cameo“. Das oö. Quartett wird von Marco Kleebauer (Leyya, Ant Antic) produziert, wandelt auf der Doppel-Single „Luddite“ zwischen Electronica, Pop und R’n’B.

    Das sogenannte Wiener Pop-Wunder Voodoo Jürgens, alias David Öllerer, widmet sich am 3. November der Wiener Lebensart. Sein Album „Ansa Woar“ mit dem Hit „Heite grob ma Tote aus“ brachte dem ehemaligen Friedhofsgärtner einen Amadeus ein.

    Um seine Location fürchtet Kremser bei den „Black Lips“. Das Unangepasste artet bei der einstigen Garagenband aus Atlanta auch mal aus — Clubverbote und Skandale inklusive. Auf dem Weg steil nach oben befinden sich Childhood mit ihrem zweiten Album „Universal High“. Um die Sehnsucht nach der großen Freiheit geht’s bei Impala Ray.

    HipHop-Fans dürfen jubeln. Fünf Sterne deluxe veröffentlichte nach 17 Jahren wieder ein gemeinsames Album mit der Doppelspitze „Moin Bumm Tschak“ und „Afrokalle“ und am 4. November heizen Tobi Tobsen, Das Bo, Marcnesium und DJ Coolmann im Posthof ein. Megaloh, Dicht & Ergreifend, Goldroger und Da Staummtisch folgen.

    Das Ticket kostet pro Abend (jeweils ab 20 Uhr) mit der AK-Karte 10 € und dient als Linz-Linien-Fahrkarte. Festival-Pässe gibt’s auf Facebook zu gewinnen: volksblatt.at

    ast