Präsident des pakistanischen Kaschmirs: “Reale Kriegsgefahr”

Masood Khan, PräsMasood Khanident des pakistanischen Teils Kaschmirs, warnt davor, dass Indien “mit einem Anschlag unter falscher Flagge” einen Krieg mit Pakistan anzetteln könnte. “Es besteht eine reale Kriegsgefahr”, sagte Khan in einem Interview mit der Tageszeitung “Die Presse” unter Verweis auf Informationen von Nachrichtendiensten.

Indien könnte “einen Terroranschlag im besetzten Kaschmir inszenieren, Pakistan die Schuld zuweisen und einen Krieg beginnen”, so die Vermutung. “Die Inder haben das schon in der Vergangenheit gemacht.” Damit könnte versucht werden, von der Aufhebung des Sonderstatuts abzulenken, argumentierte Khan. In Wahrheit sei im indisch besetzten Kaschmir bereits ein Krieg im Gang.

Khan: “Indien hat in den Tagen vor dem 5. August zusätzlich zu den 700.000 Soldaten, die dort schon stationiert waren, weitere 180.000 entsendet. Es hat das Territorium abgeriegelt, Massenverhaftungen vorgenommen, eine Medienblockade und Ausgangssperren verhängt. Zudem haben indische Soldaten auf Zivilisten in Kaschmir geschossen.”

Masood Khan ist seit August 2016 Präsident des teilautonomen pakistanischen Teils der umstrittenen Unruheregion Kaschmir. Der Diplomat war früher Sprecher des pakistanischen Außenamts, Pakistans Botschafter in China und Ständiger Vertreter bei der UNO in New York. Vor seinem Amtsantritt als Präsident in Kaschmir war er Generaldirektor des Instituts für Strategische Studien in Islamabad.

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