Pramtaler Operettensommer stillt Sehnsucht nach Musik und Liebe

Premiere von Kálmáns „Gräfin Mariza“ am 12. Juni in Zell an der Pram

Freiluft in Schloss Pram, wenn´s Wetter mitspielt.
Freiluft in Schloss Pram, wenn´s Wetter mitspielt. © Christian Himsl

Eine auf neunzig Minuten verschlankte „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán, keine Pause, kein Chor. Das Virus macht Maßnahmen notwendig.

Dennoch, verspricht Regisseurin Elke Maria Schwab-Lohr, erwarte Operettenliebhaber ein „gefühlvoller, beschwingter Musiktheaterabend“.

Corona hat auch in Zell an der Pram Pläne durcheinandergewirbelt. Der Veranstaltungspartner, das Theater an der Rott in Eggenfelden (Bayern), spielte im März 2020 noch sieben ausverkaufte Vorstellungen der „Gräfin“, der Pramtaler Sommeroperette pfuschte danach das Virus drein.

Die Premiere in Schloss Zell/Pram, Freiluft oder im Inneren, erfolgt am 12. Juni mit einem Jahr Verspätung. Vor Ort gibt es eine Teststraße, Intendant Harald Wurmsdobler rechnet für die Sommermonate damit, dass zum Eintritt noch Tests notwendig sein werden.

„Gräfin Mariza“, 1924 uraufgeführt, dreht sich um Stolz und alte Standesunterschiede, „und natürlich um die Sehnsucht“, sagt Regisseurin Elke Maria Schwab-Lohr. Sehnsucht habe „in diesen Tagen viel mit uns zu tun. Musik und Theater haben die Kraft, den Staub des Alltags aus unseren Seelen zu waschen. Das ist, was wir jetzt dringend brauchen.“

In den Hauptrollen spielen und singen die Schärdingerin Eva-Maria Kumpfmüller als Gräfin, Roman Pichler als erst noch unglücklich in sie verliebter Tassilo, Frauke Burg ist seine Schwester Lisa, Andreas Barth Fürst Populescu, Wurmsdobler gibt den Baron Koloman.

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