Porsche-Pilot Preining fährt durch Chaos zum ersten DTM-Sieg

Preining in seinem Porsche in Jahr 2021 auf dem Red Bull Ring © APA/ERWIN SCHERIAU

Der Oberösterreicher Thomas Preining hat am Samstag ein kleines Stück Motorsportgeschichte geschrieben. Der 23-jährige Porsche-Werksfahrer sicherte sich in einem chaotischen Rennen auf dem Norisring in Nürnberg seinen ersten DTM-Sieg. Auch für Hersteller Porsche war es der erste Sieg in der Serie. Nur elf Fahrer kamen in die Wertung, unter den Ausgefallenen waren auch der Tiroler Lucas Auer und DTM-Leader Sheldon van der Linde.

„Motorsportgeschichte mit Porsche. Ich bin sehr stolz“, sagte Preining noch im Cockpit. Der Linzer fährt für das KÜS Team Bernhard in seinem ersten Jahr in der DTM. Preining war von Startplatz zwei ins Rennen gegangen, in dem es drei Safety-Car-Phasen gab. Sein norwegischer Markenkollege Dennis Olsen wurde Zweiter, dahinter landete Ex-Champion Rene Rast. Philipp Eng belegte den fünften Platz, Clemens Schmid war Zehnter.

„Das Auto war so stark. Wir waren sehr gut auf der Bremse. Das hat uns im Endeffekt den Sieg gebracht, weil wir bei allen Restarts immer an den Audis vorbeigehen konnten. Glücklicherweise war das Rennen dann irgendwann mal vorbei, weil es war ein Nervenkitzel mit den ganzen Restarts“, erklärte Preining im Interview auf ProSieben und fügte an: „Es war ein langer, harter Weg. Jetzt sind wir endlich hier.“

Teamchef Timo Bernhard lobte: „Thomas hat alles richtig gemacht.“ Preinings Vater, Ex-Motorrad-Pilot Andreas Preining, war ebenfalls in Nürnberg und feuerte an. Die Karriere des Junior war bis dahin nicht schnurgerade verlaufen: Nach seinen ersten Rennen in der Formel 4 sprang plötzlich ein Sponsor ab, Preining musste die Saison abbrechen. Mit Hilfe des Lechner Racing Teams aus Salzburg und später Porsche entwickelte er sich aber nach diesem Rückschlag weiter und schaffte heuer den Sprung in die DTM. Sein erst siebentes Rennen gewann er.

Auer schied unverschuldet aus, nachdem er zuvor mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt hatte. Sein Mercedes wurde vom Ferrari des Türken Ayhancan Güven umgedreht. „Ein toughes Rennen mit viel Chaos. Am Ende bin ich abgeschossen worden. That ́s it. Morgen ist ein neuer Tag“, sagte der Tiroler. Auer litt nach dem Qualifying an einer Blockade des Iliosakralgelenks im Becken, die bis in den Nacken ausstrahlte. Die Nackenmuskulatur hat „zugemacht“ und verursachte Schmerzen. Nach einer Behandlung war Auer für das Rennen aber fit genug.

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In der Gesamtwertung ist Auer (60 Punkte) als Fünfter weiterhin bester Österreicher. 20 Zähler trennen ihn vom Führenden Van der Linde. Preining (41 Punkte) ist vor dem zweiten Rennen am Norisring am Sonntag (13.30 Uhr) nun Achter.

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