Preise für Haushaltsenergie 2019 um 1,1 Prozent gestiegen

Die Preise für Haushaltsenergie sind im Vorjahr um 1,1 Prozent gestiegen. Billiger als 2018 waren Sprit und Heizöl, geht aus dem von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex (EPI) hervor. Verteuert haben sich vor allem Strom, Brennholz und Fernwärme. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Vorjahr um 1,5 Prozent.

Die Energiepreise wirkten im Jahresvergleich also leicht preisdämpfend. “2019 war für den Rohölmarkt ein sehr ereignisreiches Jahr”, so Energieagentur-Geschäftsführer Peter Traupmann zur APA. Politische Spannungen, Handelskrieg und Säbelrasseln im Nahen Osten hätten die Rohölpreise stark beeinflusst.

Die Auswirkungen dieser internationalen Konflikte spürten die Konsumenten von Treibstoffen und Heizöl auch in Österreich. Wer mit Öl heize, hole sich die geopolitischen Unsicherheiten in den Heizöltank, denn der Heizölpreis folge über weite Strecken und oft sogar ohne größere zeitliche Verzögerung dem Rohölpreis.

Superbenzin war laut EPI 2019 um 2,0 Prozent billiger als 2018, Diesel um 1,2 Prozent und Heizöl um 1,4 Prozent. Strom kostete 2019 um 3,9 Prozent mehr als 2018. Grund für den Anstieg des Durchschnittspreise war laut Energieagentur eine Reihe von Preiserhöhungen. Gas war um 1 Prozent teurer, Fernwärme um 2,2 Prozent.

Der Preis von Brennholz stieg um 5,9 Prozent, allerdings gebe es große regionale Unterschiede, und die Daten beziehen sich vorwiegend auf über Baumärkte vertriebene Mengen. Holzpellets waren um 1,9 Prozent teurer.

Die erdölbasierten Energieträger haben einen starken Einfluss auf den Energiepreisindex und erreichen 2020 zusammen ein Gewicht von 50 Prozent. Dahinter folgen Strom (27 Prozent), Gas und feste Brennstoffe (je 8 Prozent) und Fernwärme (7 Prozent).

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