Preise für Haushaltsenergie im Oktober gesunken

Die Preise für Haushaltsenergie sind im Oktober gesunken und waren um 8,4 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Deutlich billiger waren Heizöl und Sprit, hier wirkte sich der Ölpreisrückgang aus.

Teurer war nur Strom, geht aus dem von der Oesterreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex (EPI) hervor. Im Vergleich zum Vormonat September kostete Haushaltsenergie im Oktober um 1,0 Prozent weniger.

Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex stieg im Oktober 2020 im Vergleich zum Oktober vergangenen Jahres um 1,3 Prozent und im Vergleich zu September 2020 um 0,1 Prozent.

„Der durch die Coronakrise bedingte wirtschaftliche Einbruch zeigte sich somit bei den Haushaltsenergiepreisen deutlich, hier vor allem bei Heizöl und an der Tankstelle“, so Energieagentur-Geschäftsführer Peter Traupmann laut Pressemitteilung. Die Treibstoffpreise sind nach dem Verfall im Frühjahr über die Sommermonate gestiegen, gingen mit Herbstbeginn aber wieder leicht zurück. Diesel war im Oktober im Jahresvergleich um 17 Prozent billiger, Super um 14,4 Prozent. Im Monatsvergleich kostete Diesel um 1,9 Prozent weniger, Superbenzin war um 0,6 Prozent günstiger.


Heizöl war im Oktober um rund ein Drittel (32,7 Prozent) billiger als vor einem Jahr und kostete um 6,4 Prozent weniger als im heurigen September. „Niedrige Heizölpreise mögen verlockend sein, jedoch gehört die Ölheizung zu den klimaschädlichsten Formen, die eigenen vier Wände zu heizen“, so Traupmann. Es gebe bei der Raumwärme ausreichend erprobte Alternativen wie Wärmepumpe, Fernwärme sowie Holz- oder Pelletskessel. Wichtig sei es auch, Energie einzusparen. Traupmann rät zur thermischen Sanierung und den Einsatz hocheffizienter Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energie.

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Teurer als vor einem Jahr war im Oktober nur Strom: Der Preis stieg um 5,0 Prozent. Grund dafür sind laut Energieagentur neben höheren Energiekosten zu einem Teil auch gestiegene Netzentgelte. Die Stromrechnung besteht aus drei Komponenten: dem reinen Energiepreis, bei dem man den Lieferanten wechseln kann, den Netzkosten sowie Steuern und Abgaben. Bei einem Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) entfallen laut Energieagentur rund 38 Prozent auf die reinen Stromkosten, rund 25 Prozent auf das Netz und der Rest von rund 37 Prozent auf Steuern und Abgaben wie Umsatzsteuer (rund 17 Prozent), Ökostromförderkosten (10 Prozent) und Elektrizitätsabgabe (7 Prozent).

Gas war im Oktober um 2,1 Prozent günstiger, Fernwärme um 1,6 Prozent billiger. Der Preis für Brennholz ging um 0,6 Prozent zurück. Holzpellets kosteten um 1,2 Prozent weniger als im Jahr davor.

Im Vergleich zum Vormonat September waren Holzpellets um 0,7 Prozent teurer. Brennholz kostet um 0,3 Prozent weniger. Unverändert waren die Preise für Strom, Gas und Fernwärme.

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