Prominenter spanischer Maler Feito an Covid-19 gestorben

Der bekannte spanische Maler und Bildhauer Luis Feito ist am Sonntag in Madrid im Alter von 91 Jahren an Covid-19 gestorben. Das berichten spanische Zeitungen am Montag.

Feito gehörte zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern Spaniens. Obwohl sein Frühwerk von figurativer, postkubistischer Kunst geprägt war, widmete sich Feito vor allem dem abstrakten Expressionismus und dem Informel. 1957 gründete er gemeinsam mit Antonio Saura, Manuel Rivera, Rafael Canogar und Manolo Millares die berühmte Künstlergruppe „El Paso“, welche die spanische Kunstszene in der Franco-Diktatur revolutionierte.

Der 1929 in Madrid geborene Künstler studierte in der spanischen Hauptstadt an der Akademie der Schönen Künste. Seine frühen abstrakten Malereien der 1950er-Jahre bestechen durch monochrome, lineare Werke, die er später oftmals auch mit Materialien wie Sand fertigte. Der spanische Avantgardist lebte viele Jahre in Paris, bevor er 1981 nach Montreal und New York zog. In seinen Jahren in den Vereinigten Staaten widmete sich Feito vor allem der Bildhauerei mit Bronze, Holz und Stahl.

1991 zog der Künstler zurück nach Madrid. Seitdem arbeitete er vor allem mit geometrischen Formen mit Schwarz-Rot Kontrasten. Seine Werke sind heute in internationalen Museen wie dem MoMA in New York, dem Pariser Centre Pompidou oder dem Reina Sofia Museum in Madrid zu sehen. 1959 nahm Feito an der documenta in Kassel teil und vertrat Spanien mehrmals auf der Biennale von Venedig.

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