Gewalt bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Italien

Bei Protesten gegen restriktive Anti-Coronavirus-Maßnahmen ist es am Montagabend in einigen italienischen Städten zu Ausschreitungen gekommen. In Turin wurden zehn Personen festgenommen, die Schaufenster von Geschäften im Stadtzentrum eingeschlagen und diese geplündert hatten. Vermummte Demonstranten bewarfen die Polizei mit Knallkörpern und anderen Gegenständen, die Sicherheitskräfte reagierten mit Tränengas. Ein Journalist wurde verletzt.

In Mailand wurde der Sitz der Region Lombardei mit Steinen, Flaschen und Knallkörpern beworfen. Ein Polizist wurde verletzt, zwei Demonstranten wurden festgenommen, berichteten italienische Medien.

Tausende Lokal-, Shopinhaber und Kleinunternehmer beteiligten sich am Montagabend im Stadtzentrum von Triest an einer Demonstration gegen die Anti-Covid-Maßnahmen der italienischen Regierung. Einige Demonstranten warfen Rauchbomben gegen den Sitz der Präfektur. Getroffen wurden dabei einige Polizisten. Der Präsident der Region Friaul, Massimiliano Fedriga, und der Bürgermeister von Triest, Roberto Dipiazza, verurteilten die gewaltsamen Aktionen während einer friedlichen Demonstration.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte bei einer Pressekonferenz am Sonntag weitere restriktive Maßnahmen vorgestellt, die am Montag in Kraft getreten sind. Bars und Restaurants müssen ab 18.00 Uhr schließen. Maximal vier Personen dürfen an einem Tisch in einem Lokal sitzen. Take-Away-Dienste sind weiterhin gestattet. Kinos, Theater, Spielhallen, Klubs, öffentliche Sportstätten und Schwimmbäder werden ganz zugemacht.

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