Prozess nach tödlichem Überholmanöver im Mühlviertel am 6. Juli

Ein Verkehrsrowdy, der am 1. April im Mühlviertel einen tödlichen Unfall verursacht haben soll, muss sich am 6. Juli wegen grob fahrlässiger Tötung vor dem Landesgericht Linz verantworten.

Er soll bei mehreren riskanten Überholvorgängen andere Verkehrsteilnehmer gerammt haben. Das letzte dieser Manöver kostete eine 28-Jährige das Leben: Sie wurde mit ihrem Wagen gegen einen entgegenkommenden Bus geschleudert und starb infolge der Kollision.

Der 50-Jährige war in der Früh auf der Rohrbacher Straße (B127) unterwegs. Laut Anklage überholte er bei Niederwaldkirchen „mit hoher Geschwindigkeit und in rücksichtsloser Fahrweise“ mehrmals andere Autos.

Ein Wagen wurde gerammt, ein anderer am Seitenspiegel touchiert. Dann soll der Angeklagte – nachdem er mehrere Sperrlinien und -flächen sowie einen Fahrbahnteiler ignoriert hatte – im Bereich einer Verkehrsinsel, wo man nicht überholen darf, zu einem weiteren Überholmanöver angesetzt haben.

Dabei soll er den vor ihm fahrenden Wagen, in dem eine 28-jährige Frau saß, an der hinteren Seite gerammt haben. Ihr Auto wurde dadurch gedreht und in einen entgegenkommenden Bus geschleudert. Die Lenkerin wurde so schwer verletzt, dass sie wenig später im Spital starb. Dem Unfalllenker drohen im Fall eines Schuldspruchs bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.

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