Putin stellt neue Marine-Doktrin vor

Stab der russischen Schwarzmeer-Flotte auf Krim offenbar angegriffen

Soldaten sichern das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim in Sewastopol nach einem Drohnenangriff. Kiew dementiert die Urheberschaft.
Soldaten sichern das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim in Sewastopol nach einem Drohnenangriff. Kiew dementiert die Urheberschaft. © AFP/Stringer

Inmitten beispielloser Spannungen zwischen Russland und dem Westen hat Kremlchef Wladimir Putin eine neue Militärdoktrin für die Kriegsmarine des Landes in Kraft gesetzt. Dort seien auch Russlands Seegrenzen, darunter in der Arktis und im Schwarzen Meer, festgelegt worden. „Den Schutz werden wir hart und mit allen Mitteln gewährleisten“, betonte der Kremlchef bei einer Parade mit Kriegsschiffen am Sonntag zum Tag der Marine in St. Petersburg.

In der neuen Doktrin wurde festgeschrieben, dass das Streben der USA nach Dominanz auf den Weltmeeren eine „Herausforderung für die nationale Sicherheit Russlands“ sei, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete. Verhindert werden soll demnach, dass die USA den Zugang Russlands zu Bodenschätzen auf dem Meeresgrund der Weltozeane einschränken können – oder auch Schifffahrtswege. Russland erhebt in der Arktis Anspruch u. a. auf das dort vermutete Gas, aber auch auf andere Ressourcen.

Anschuldigungen sind „eine Provokation“

Auf der Halbinsel Krim wurde nach russischen Angaben in Sewastopol der Stab der Schwarzmeerflotte mit einer Drohne angegriffen. Die Ukraine bestreitet den Angriff. Die russischen Anschuldigungen bezüglich des Angriffs seien „eine absichtliche Provokation“, sagte ein Sprecher der Regionalverwaltung von Odessa in einem auf Telegram veröffentlichten Video. „Die Befreiung der besetzten ukrainischen Krim wird auf eine andere, viel effektivere Weise erfolgen.“

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