Putin und Erdogan für gemeinsame Anstrengungen in Syrien

Nach der Einigung im UNO-Sicherheitsrat über eine eingeschränkte Hilfe für das syrische Rebellengebiet Idlib hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin telefoniert. Beide Seiten hätten dabei ihre gemeinsamen Bestrebungen für Frieden in dem Kriegsland betont, teilte der Kreml am Montag mit. Diese Anstrengungen müssten intensiviert werden.

Erdogan und Putin verwiesen zugleich auf die Bedeutung des Astana-Formats, das den früheren Namen der kasachischen Hauptstadt trägt, die inzwischen Nursultan heißt. Im Astana-Prozess verhandeln Russland, die Türkei und der Iran seit 2017 über Lösungen für den Syrienkrieg. Beim vergangenen Gipfel vor zwei Wochen mahnten die Staatschefs der drei Länder eine politische Lösung an. Die bei der Video-Konferenz getroffenen Vereinbarungen müssten umgesetzt werden, teilte der Kreml nun mit. Die Einigung im UNO-Sicherheitsrat wurde nicht erwähnt.

Das höchste Gremium der Vereinten Nationen hatte sich nach langem Ringen darauf geeinigt, dass für Hilfslieferungen in die Rebellenregion Idlib nur noch ein Grenzübergang aus der Türkei genutzt wird – zuletzt waren es zwei gewesen. Russland als Verbündeter der syrischen Regierung setzte sich damit durch. In Idlib, wo Al-Kaida-nahe Milizen vorherrschen, unterhält die Türkei Beobachtungsposten genannte Militärstützpunkte.

Bei Putins Telefonat mit Erdogan ging es dem Kreml zufolge auch um die Lage in Libyen. Russland und die Türkei stehen im Libyenkrieg auf unterschiedlichen Seiten.

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