Rache-Bombardement trifft Kinder!

Von Saudis geführte Koalition im Jemen beschießt Schulbus: Dutzende Tote

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Diese Buben haben das Bombardement verletzt und geschockt überlebt, für Dutzende andere Insassen des beschossenen Schulbusses gab es keine Hilfe mehr.
Diese Buben haben das Bombardement verletzt und geschockt überlebt, für Dutzende andere Insassen des beschossenen Schulbusses gab es keine Hilfe mehr. © AFP/Str

Bei einem der schwersten Luftangriffe auf Zivilisten im Jemen sind am Donnerstag Dutzende Kinder ums Leben gekommen. Die von Saudi-Arabien geführte arabische Militärkoalition beschoss einen Schulbus. Nach Angaben des von schiitischen Rebellen kontrollieren Gesundheitsministeriums sind mindestens 47 Tote zu beklagen. Viele der 77 Verletzten befänden sich in Lebensgefahr. Die meisten der Opfer seien Kinder, die in eine Schule in der Provinz Saada im Norden des Landes fahren sollte.

Die Saudi-Koalition bestritt den verheerenden Angriff nicht, sondern rechtfertigte ihn sogar. Die Bombardements hätten Houthi-Rebellen gegolten, sagte Sprecher Oberst Turki al-Malki. Es sei eine Vergeltungsaktion für einen Raketenangriff auf den Süden Saudi-Arabiens in der Nacht zuvor gewesen. Die Angriffe des Bündnisses stünden dabei im Einklang mit dem internationalen und humanitären Recht, so al-Malki.

Seit mehr als drei Jahren bombardiert die Koalition im Jemen Stellungen der vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen. Mehr als 10.000 Menschen sind seither getötet worden, darunter Tausende Zivilisten.