Rahmenvertrag zum Klimaschutz

Ende der Klimakonferenz in Polen: „Historischer Moment“ für Teilnehmer

Freudensprünge über die Einigung machte Konferenz-Präsident Michael Kurtyka
Freudensprünge über die Einigung machte Konferenz-Präsident Michael Kurtyka © AFP/Skarzynski

KATTOWITZ — Knapp 200 Nationen haben sich am Samstagabend im polnischen Kattowitz auf ein Regelwerk zur Umsetzung der Ziele der Pariser Klimakonferenz geeinigt. Nach zweiwöchigen Verhandlungen vereinbarten die Staaten ein Rahmenabkommen, durch das der Anstieg des Weltklimas auf zwei Grad (gemessen am vorindustriellen Werten) begrenzt werden soll. Österreichs Umweltministerin Elisabeth Köstinger, die gemeinsam mit EU-Kommissar Miguel Canete für die Europäische Union verhandelt hatte, begrüßte die Einigung als „wichtigen Schritt“ zur Umsetzung des vor drei Jahren vereinbarten Pariser Klimaabkommens. „Erstmals gibt es ein verbindliches Regelwerk, wie die Staaten der Welt die Beschlüsse und Ziele des Pariser Abkommens umsetzen sowie transparent und überprüfbar dokumentieren werden“, unterstrich Köstinger.

Kritische NGOs

Umweltorganisationen äußerten sich dagegen überwiegend kritisch. Global-2000-Klimasprecher Johannes Wahlmüller sagte, dass damit lediglich das „Pflichtprogramm erfüllt worden sei“. „Mit der Einigung in Kattowitz ist ein Schritt Richtung Klimaziel gesetzt worden, viele weitere müssen rasch folgen“, betont der Verkehrsclub Österreich. Für Landesrat Rudi Anschober reichen die Ergebnisse der Weltklimakonferenz nicht aus. „Sie sind eine Enttäuschung“, so Anschober. Zum Erreichen des 1,5-Grad-Zieles würde es eine massive Verstärkung des Klimaschutzes brauchen. Und dazu sei es aber nicht gekommen.