Rapid im Schlager angeschlagen, Sturm unter Druck

Schon unter gewissem Druck stehen Rapid und Sturm Graz im Sonntagsschlager (19.30 Uhr) der Meistergruppe der 24. Runde der Fußball-Bundesliga. Beide Teams starteten mit Niederlagen in die Meistergruppe. Auch der LASK verlor und will beim WAC punkten (17.00 Uhr). Salzburg will sich von Hartberg nicht überraschen lassen (17.00 Uhr).

Rapid muss sich nicht nur vom 0:2 gegen Salzburg erholen, sondern auch ein Trio verletzungsbedingt vorgeben. Nach Christopher Dibon (Kreuzbandriss) drohen nun auch dessen Innenverteidigungs-Kollege Mario Sonnleitner (Oberschenkel) sowie Mittelfeldmann Thomas Murg (Knie) länger auszufallen – für die Sturm-Partie sind die beiden jedenfalls sicher kein Thema. “Das ist aber immer noch eine sehr gute Truppe, ich glaube an die Spieler, die wir haben”, bekräftigte Trainer Dietmar Kühbauer am Freitag. Sturm andererseits kommt in der laufenden Saison nicht richtig Fahrt. “Ich bin ehrlich genug, um zu sagen, dass wir in dieser Saison nie so richtig vorne dabei waren”, erklärte Coach Nestor El Maestro. Das soll sich am Sonntag, vier Tage nach dem Heim-1:2 gegen den WAC, ändern. “Wir haben das Auftaktspiel verloren, wir sind aber gut dabei”, meinte El Maestro.

Der LASK liegt nach Monaten im Kampf um die Tabellenspitze plötzlich außerhalb der Top-Zwei. Nach dem Sechs-Punkte-Abzug der Liga und der Heimniederlage gegen Hartberg zum Restart der Liga verloren die Linzer nicht nur den Anschluss an Leader Salzburg, sondern fielen auch hinter den WAC zurück. Gegen den geht es am Sonntag im Lavanttal. Die Wolfsberger haben ihr Erfolgserlebnis bereits gefeiert. In Graz gingen die Kärntner auch dank eines Traumtores von Torjäger Shon Weissman als Sieger vom Platz. Für Ferdinand Feldhofer änderten sich die Vorzeichen vor dem Duell des Zweiten mit dem Dritten dadurch wenig. “Die Niederlage des LASK hat für uns wenig Bedeutung. Wir sind uns bewusst, wie stark sie sind. Aber wir machen unsere Hausaufgaben und werden dem LASK nichts schenken”, sagte der WAC-Coach.

Meister Red Bull Salzburg hat am Sonntag die Chance, sich weiter von seinen ersten Verfolgern abzusetzen. Der WAC und der LASK werden einander im Parallelspiel Punkte abnehmen. Mit einem vollen Erfolg beim TSV Hartberg würden die Bullen den Abstand von derzeit fünf bzw. sechs Zählern zumindest auf einen der beiden Kontrahenten weiter vergrößern. Die Hartberger hatten zum Auftakt der Meistergruppe am Mittwoch allerdings mit einem 2:1-Sieg beim LASK überrascht. “Mit diesem Erfolg steigt auch ihr Selbstvertrauen, und wir erwarten am Sonntag einen Gegner, der uns alles abverlangt”, erklärte Salzburg-Trainer Jesse Marsch. “Wir haben uns das Video vom Hartberg-Sieg beim LASK genau angesehen und registriert, dass sie mutig und aggressiv gespielt haben.”

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