Raser wollte Polizeiautos abdrängen: Verurteilt

18-Jähriger, der auf Flucht vor Polizei andere Verkehrsteilnehmer und Beamte gefährdete, fasste vier Monate bedingte Haft aus

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LINZ – Weil er sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd geliefert und dabei mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet sowie Streifenwagen abgedrängt hatte, musste sich gestern ein 18-Jähriger am Landesgericht Linz verantworten. Der junge Mann fasste wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit und Widerstands gegen die Staatsgewalt rechtskräftig vier Monate bedingte Haft aus. Zudem erhält er Bewährungshilfe.

Ohne Führerschein und mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen, PS-starken Audi A4 war der 18-Jährige in der Nacht auf den 21. März in Linz unterwegs. Nach dem Besuch eines Clubs beschleunigte der 18-Jährige sein Fahrzeug auf der Industriezeile rasant und machte obendrein ruckartige Bewegungen, was der Besatzung eines Streifenwagens auffiel. Die Beamten wollten ihn deshalb aufhalten, doch der Lenker stieg aufs Gas und brauste davon. Der Streifenwagen verfolgten den Audi mit Blaulicht und Folgetonhorn, was der Autolenker allerdings ignorierte.

Zwölf Autos nahmen die Verfolgung auf

Bei seiner Raserei durch die Industriezeile nahm er laut Anklage keine Rücksicht auf die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer und fuhr sogar auf der Fahrspur des Gegenverkehrs. Zwölf Streifenwagen verfolgten schließlich den Burschen durch das Stadtgebiet und über die Autobahn. Dabei versuchte er zudem, Polizeiautos von der Straße zu drängen und zum Anhalten zu zwingen.

Bei seiner Wahnsinnsfahrt beschädigte der 18-Jährige beide Vorderreifen und fuhr nur noch auf der Felge, trotzdem gab er weiter Gas. Bei zwei quer stehenden Streifenwagen war dann die Fahrt aber doch zu Ende.