Razzia gegen römischen Mafia-Clan Casamonica

Italiens Sicherheitskräfte haben ihre Offensive gegen mafiöse Organisationen in der Hauptstadt Rom verschärft. Am Dienstag wurden bei einer Razzia gegen Mitglieder des Mafia-Clans Casamonica 20 Millionen Euro konfisziert. 150 Sicherheitskräfte waren im Einsatz, berichtete die Polizei.

Die Verdachtsmomente lauten unter anderem auf Drogenhandel, Wucher und Erpressung. Die Festnahmen erfolgten vor allem im südlichen Teil Roms.

Der Casamonica-Clan ist in Rom ein allseits bekanntes Unterwelt-Syndikat, dessen Mitgliedern die Behörden unter anderem auch Bestechung und Menschenhandel vorwerfen. Er tauchte zuletzt in zahlreichen Ermittlungen zu Kriminalität und Mafiaaktivitäten in Rom auf.

2018 wurden mehrere illegal in Rom errichtete Villen des Casamonica-Clans abgerissen. Mitglieder der ursprünglich in der Apenninen-Region Abruzzen ansässigen Familie kamen als Gebrauchtwarenhändler in den 1970er-Jahren in die italienische Hauptstadt. Die Bande Casamonica, deren Mitglieder der Minderheit der Roma angehören, baue ihre Macht auf einer soliden familiären Struktur sowie auf einer starken territorialen Verwurzelung auf. Die lokale Gruppe sei eng mit etablierten Clans der Camorra und der N’drangheta verstrickt, berichten die Ermittler.

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