RB Salzburg braucht guten, Rapid einen Sahnetag

Europa League: Beide Klubs müssen für ein Weiterkommen ihre knappen Hinspielniederlagen wettmachen

Belgium Soccer Europa League

Beide Klubs haben ihr Hinspiel in der Europa League mit einem Tor Differenz verloren. Dennoch sind die Ausgangslagen für Rapid und Salzburg vor den Retourmatches am Donnerstag völlig unterschiedlich. Während die Bullen daheim gegen Brügge (18.55, live DAZN) alle Chancen haben, brauchen die Hütteldorfer im großen Giuseppe-Meazza-Stadion bei Inter Mailand (Donnerstag, 21 Uhr, live Puls 4, DAZN) schon ein kleines Fußballwunder.

Schauplatz Salzburg: „An einem richtig guten Tag erledigen wir diese Aufgaben“, gab sich Bullen-Trainer Marco Rose nach dem 1:2 in Belgien selbstbewusst. Dass seine Mannschaft daheim Rückstände wettmachen kann, hat sie im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen, siehe Viertelfinale gegen Lazio. Bis gestern waren 23.500 Tickets verkauft. „Wir haben alle Chancen vor vollem Haus. Die Mannschaft muss ihre Energie auf die Fans übertragen“, meinte der Deutsche, der mit seiner Mannschaft im Hinspiel die erste Pflichtspielpleite der laufenden Saison erlitten hatte.

Bullen als Heimmacht

Nun muss er zwar auf Stürmer Fredrik Gulbrandsen und Innenverteidiger Andre Ramalho verzichten, dafür konnte sich Österreichs Meister in der Vergangenheit auf seine Heimstärke verlassen: International ist Salzburg seit 16 Partien vor eigenem Publikum ungeschlagen und hat zwölf davon gewonnen. Ein Sieg muss auch diesmal her, damit das Europacupmärchen heuer kein jähes Ende findet. „Wir werden aufs Gaspedal steigen“, versprach Rose.

Im Hinspiel war seine Truppe von den physisch enorm starken Belgiern trotz zwischenzeitlicher 1:0-Führung förmlich erdrückt worden. Anders als letzte Woche haben die Salzburger nun im Frühjahr aber schon zwei Pflichtspiele hinter sich. „Wir sind eine Woche weiter, haben mehr Spiele in den Beinen“, sagte Rose.

Statistik klar für Inter

Schauplatz Mailand: „Das Unmögliche möglich machen“ will Rapid-Trainer Didi Kühbauer nach dem 0:1 daheim gegen die Nerazzurri. Viel spricht nicht dafür, das zeigt allein der Blick auf die Statistik. Inter hat in sieben Heimpartien noch nie gegen ein österreichisches Team verloren, zuhause gab es in den jüngsten Pflichtspielen insgesamt nur eine Niederlage. Rapid konnte in elf Anläufen in Italien noch nie gewinnen und ist seit dem 2:1 gegen Inter 1990 zehn Spiele sieglos. „Statistiken sind dazu da, zm verändert zu werden“, sagte Kühbauer.

„Eine normale Leistung wird nicht reichen“

Dafür müssen die Wiener aber deutlich mutiger auftreten, als daheim. Da war man von einem Torerfolg so weit weg, wie die Mailänder von einem ausverkauften Stadion am Donnerstag. Bestenfalls halbvoll wird die 80.000er-Arena sein, 5000 Schlachtenbummler aus Österreich haben sich angekündigt. „Eine normale Leistung wird nicht reichen, weil die Truppe von Inter einfach zu gut ist, ohne dass ich sie glorifiziere und sage, dass sie unglaublich ist“, weiß Kühbauer, dass Rapid einen besonderen Tag brauchen wird.

Ins offene Messer will er dem aktuellen Dritten der italienischen Serie A keinesfalls laufen. Kontrollierte Offensive sei gefragt. „Wir können nicht mit offenem Visier spielen, denn ich bin überzeugt, dass es dann sehr schnell in die falsche Richtung gehen kann“, meinte der Rapid-Trainer, der auf den gesperrten Offensivakteur Veton Berisha verzichten muss. cg

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