Real gegen City um CL-Finalplatz – Alaba nur Zuschauer

Vor dem Duell zwischen Real Madrid und Manchester City um den Einzug ins Champions-League-Finale deutet viel auf einen neuerlichen Fußball-Leckerbissen hin, für David Alaba bleibt dabei aber nur die Zuschauerrolle. Der ÖFB-Teamspieler steht den „Königlichen“ am Mittwoch im Bernabeu-Stadion wegen Adduktorenproblemen nicht zur Verfügung, wie Real-Coach Carlo Ancelotti bestätigte.

Alaba macht diese Blessur schon seit Längerem zu schaffen – beim 3:4 im Hinspiel in Manchester musste der Wiener deshalb zur Pause in der Kabine bleiben und konnte seither keine Einheit mehr absolvieren, auch nicht das Abschlusstraining am Dienstagvormittag. Der 29-Jährige fällt damit um sein 13. Match in einem Champions-League-Semifinale um. „Das ist ein großer Verlust, weil er für uns ein wichtiger Spieler ist“, erklärte Ancelotti. Als Ersatz für den Wiener ist Nacho Fernandez vorgesehen. „Alaba ist ein wichtiger Bestandteil, aber Nacho hat auch Erfahrung. Er wird es gut machen“, prophezeite der Trainer.

Real hat erst am Samstag den spanischen Meistertitel unter Dach und Fach gebracht, nun will man nachlegen. „Die Mannschaft ist in einer guten Verfassung, motiviert, konzentriert. Wir haben ein wichtiges Ziel vor uns, eine große Chance, ein weiteres Champions-League-Finale zu bestreiten“, sagte Ancelotti. Sein Team lieferte zuletzt in Heimspielen der Champions-League-K.o.-Phase Spektakuläres ab – zunächst gab es ein 3:1 gegen Paris Saint-Germain, nachdem die Franzosen daheim 1:0 gewonnen hatten.

Dann lag das „weiße Ballett“ im Viertelfinale daheim gegen Chelsea schon 0:3 zurück, rettete sich aber in die Verlängerung, wo eine 2:3-Niederlage zum Weiterkommen reichte. Diesmal benötigt Real einen Sieg. Ancelotti: „Wir haben viel Selbstvertrauen. Alles ist offen, wir haben einen kleinen Rückstand, den wir geradebiegen wollen.“

Das erste Duell sorgte aufgrund des von beiden Clubs gezeigten Offensivfußballs für Begeisterung. Geht es nach Ancelotti, werden auch im Rückspiel viele Torszenen zu sehen sein. „Wir haben drei Tore gegen Paris Saint-Germain geschossen, insgesamt fünf gegen Chelsea und drei gegen Manchester City. Manchmal muss man etwas riskieren und wir haben die Qualität dafür.“

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Erfolgsgarant für Real war zuletzt vor allem Karim Benzema, der in dieser Champions-League-Saison bei 14 Toren hält. Gleich neun davon gelangen dem 34-jährigen Franzosen in der K.o.-Phase, in Manchester netzte er zweimal. Mit Luka Modric überzeugte in den vergangenen Monaten auch ein weiterer „Oldboy“ – der 36-Jährige glaubt so wie sein Trainer an den Finaleinzug. „Wir müssen mit viel Glauben, Persönlichkeit, Energie und Aggressivität rausgehen und zeigen, dass wir Real Madrid sind, das beste Team der Welt sind. Das muss man auf den Platz bringen“, forderte der Kroate.

Real ist mit 13 Triumphen in der Champions League und deren Vorgänger-Bewerb Meistercup der erfolgreichste Verein des Kontinents, Manchester City hingegen wartet trotz Millionen-Zuwendungen aus den Emiraten noch immer auf den begehrtesten Club-Titel. Im Vorjahr standen die „Citizens“ immerhin zum ersten Mal im Finale, und dort will Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan wieder hin. „Wir werden gut vorbereitet sein, wir sind voller Selbstvertrauen, und es wird ein großes Spiel, da bin ich mir sicher“, meinte der deutsche Teamspieler.

Sein Trainer Pep Guardiola ist für Real-Fans aufgrund seiner Barcelona-Vergangenheit ein Rotes Tuch, was aber nichts daran ändert, dass sich der Katalane im Bernabeu ziemlich wohlfühlt. In seinen neun Auftritten als Trainer im Real-Stadion setzte es für den Star-Coach nur eine Niederlage, und dieser Trend soll fortgesetzt werden. „Jeder ist topmotiviert, dass wir es ins Finale schaffen“, meinte Guardiola.

Der Coach kann im Vergleich zum Hinspiel wieder auf den von einer Sperre zurückkehrenden Joao Cancelo zurückgreifen, mit Kyle Walker dürfte ein weiterer Außenverteidiger rechtzeitig fit werden. Das Fehlen dieses Duos trug im Hinspiel wohl zu den Defensivproblemen der „Citizens“ bei. Allerdings hätte der englische Champion auch weit mehr Tore erzielen können, ließ jedoch viele Chancen liegen. „Wir hätten ein besseres Ergebnis erreichen können, aber auch ein schlechteres. Wir wussten schon vorher, dass die Entscheidung erst nach zwei Spielen fällt. Um Real auszuschalten, braucht man zwei gute Partien“, betonte Guardiola.

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