Red Bull erstmals nach 118 Tagen wieder auf der Strecke

Knapp eine Woche vor dem Eintreffen in der Steiermark zum Österreich-Grand-Prix ist Red Bull Racing nach langer Zwangspause auf eine Formel-1-Rennstrecke zurückgekehrt. An einem offiziellen Filmtag in Silverstone spulte der Thailänder Alexander Albon am Donnerstag 100 Kilometer hinter dem Steuer seines RB16 ab. Red Bull sprach in einer Aussendung von seinem Comeback im Cockpit nach 118 Tagen.

Er habe sich wohl dabei gefühlt, sagte Albon. “Ich war jetzt drei Monate nicht in einem Formel-1-Auto, aber schon nach fünf oder sechs Runden hatte ich wieder das Gefühl”, so der 24-Jährige, der zuletzt Ende Februar bei den Wintertests in Montmelo mit dem diesjährigen Auto gefahren war.

In Melbourne fiel dann Mitte März der regulär geplante Saisonauftakt wegen Coronavirus-Fällen im Fahrerlager aus, die Dienstwägen von Albon und dem Niederländer Max Verstappen wurden ohne Einsatz zurück nach Europa transportiert. Dort war rasch klar, dass die Covid-19-Pandemie sobald kein Rennen zulassen würde, und die Formel 1 ordnete verpflichtend Fabriksschließungen an. Erst seit wenigen Wochen dürfen die Rennställe wieder am Auto arbeiten.

Die Red-Bull-Crew nutzte den Filmtag auch als Möglichkeit, um die Maßnahmen, die durch das Covid-19-Sicherheitskonzept der Formel 1 vorgegeben sind, zu erproben. Die Mitarbeiter an der Strecke waren getestet, Schutzkleidung und Mund-Nasen-Schutz verpflichtend. “Wenn wir nach Österreich kommen, werden diese Abläufe für uns die neue Normalität sein”, erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. “Der Tag heute hat sichergestellt, dass jeder weiß, was zu tun ist, wenn wir nach Österreich kommen.”

Der Österreich-Grand-Prix geht als erstes Rennen der beschnittenen WM-Saison 2020 am 5. Juli vor leeren Rängen auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg über die Bühne. Genau eine Woche später, am 12. Juli, steigt am selben Ort der zweite Grand Prix.

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