Reduziertes Training zum Auftakt bei Rapid

Fußball-Vizemeister Rapid hat am Mittwoch mit einer dezimierten Mannschaft sein erstes Teamtraining für die neue Saison absolviert. Nach dem positiven Coronavirus-Test eines Spielers befinden sich dieser und dessen Kontaktpersonen nach wie vor in Isolation. Offen ist weiterhin auch die Zukunft des bisherigen Kapitäns Stefan Schwab, der einen Wechsel zu PAOK Saloniki in Erwägung zieht.

Schwabs Vertrag bei Rapid ist mit Saisonende ausgelaufen. Seine früheren Kollegen trainieren nach dem positiven Corona-Test vorerst bis Freitag in reduzierter Form. “Am Donnerstag folgt der nächste Test für jene Spieler und Betreuer, die mit dem Spieler in Kontakt waren und die sich aktuell in Isolation befinden”, erklärte Clubarzt Thomas Balzer.

Die Testergebnisse sollen laut Clubangaben am Freitag vorliegen. Erst danach wird entschieden, ob die Anreise ins Trainingslager nach Bad Tatzmannsdorf planmäßig am Samstag erfolgt – inklusive eines avisierten Testspiels gegen den Regionalligisten SV Draßburg.

Der positive Test sei laut Balzer bei einer routinemäßig nach dem Präventionskonzept der Bundesliga durchgeführten Kontrolle nach dem Urlaub aufgetreten. “Dem Spieler geht es gut, er hat keinerlei Symptome”, sagte der Vereinsarzt. “Er unterliegt nun den Auflagen der Behörde und befindet sich zuhause in Quarantäne.”

Auch die anderen Rapid-Akteure werden regelmäßig kontrolliert. “Man braucht nicht nervös zu werden, wenn ein Test positiv ist”, betonte Balzer. “Denn genau deswegen gibt es das Präventionskonzept und wir alle wissen, wie danach strukturiert zu handeln ist.” Zur Anzahl der beim Teamtraining abwesenden Personen wollte ein Clubsprecher am Mittwoch keine Angaben machen.

Der bisherige Kapitän jedenfalls fehlte in Hütteldorf. Ein Angebot auf Verlängerung seines ausgelaufenen Vertrags hat Schwab bisher nicht angenommen, die Zeichen stehen auf Abschied. Man befinde sich allerdings nach wie vor in Gesprächen mit Rapids Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic, betonte Bruder und Berater Roland Schwab gegenüber der APA. “Der Ausgang ist offen.”

Griechische Medien berichteten von einer mündlichen Übereinkunft mit PAOK. Schwab werde demnach am Donnerstag in Saloniki erwartet, um abschließende Gespräche und einen Medizincheck zu absolvieren. Dem 29-jährigen Mittelfeldspieler soll beim griechischen Vizemeister, einem möglichen Kontrahenten Rapids in der anstehenden Champions-League-Qualifikation, ein Dreijahresvertrag zur Unterschrift vorgelegt werden. Sein Bruder wollte dieses Szenario nicht gänzlich ausschließen. “Es ist aber auch nicht beschlossen. Wir wollen den heutigen Tag abwarten, wie sich der entwickelt”, erklärte Roland Schwab.

Neben den Gesprächen mit Rapid spielt auch die Situation bei US Lecce eine Rolle. Schwab liegt ein Angebot von den Süditalienern vor, diese könnten bei vier Punkten Rückstand auf Genoa aber bereits am Mittwochabend in die Serie B absteigen. Holen sie zumindest zwei Zähler auf, fällt die Entscheidung über Lecces Ligazugehörigkeit erst in der letzten Serie-A-Runde am Sonntag.

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