Wöginger mit 96,1 Prozent als ÖAAB-Chef wiedergewählt

Beim heutigen Bundestag nicht nur Wahlergebnis, sondern Start für Reform

ÖAAB-Chef August Wöginger präsentierte am Freitag den Reformpfad, beim Online-Bundestag am Samstag wird das Ergebnis der Wahl bekannt gegeben, dann startet der Prozess.
ÖAAB-Chef August Wöginger präsentierte am Freitag den Reformpfad, beim Online-Bundestag am Samstag wird das Ergebnis der Wahl bekannt gegeben, dann startet der Prozess. © ÖVP-Klub/Nidetzky

ÖVP-Klubobmann August Wöginger ist mit 96,1 Prozent als Obmann des ÖVP-Arbeitnehmerbundes (ÖAAB) wiedergewählt worden.

470 der 510 Delegierten des ÖAAB-Bundestages stimmten für Wöginger, teilte der Vorsitzende der Briefwahlkommission, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, nach der Auszählung am Samstag mit.

Bei seiner Wahl vor fünf Jahren hatte Wöginger 100 Prozent (441 Stimmen) erhalten. „Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land gibt es noch sehr viel zu tun. Das große Vertrauen der Delegierten gibt mir und uns auch in den kommenden Jahren die Möglichkeit, den Weg in eine neue Arbeitswelt gemeinsam zu gehen“, bedankte sich Wöginger laut einer Aussendung.

Vor allem die Themenfelder Familie, Entlastung, Wohnen, Mobilität und Digitalisierung seien auf der Agenda „ganz oben“.

Forderungen des Arbeitnehmerbundes für die unmittelbare Zukunft sind, wie Wöginger bereits bei einer Pressekonferenz am Freitag sagte, die Umsetzung der bereits im türkis-grünen Regierungsprogramm verankerten nächsten Etappe der Steuerreform mit Senkung der mittleren Tarifstufen von 35 auf 30 und von 42 auf 40 Prozent.

Zudem will er eine Erhöhung des Familienbonus von derzeit 1.500 auf 1.750 Euro und eine Anhebung der Negativsteuer für Kleinverdiener von 250 auf 350 Euro.

Auch soll rascher eine Mitarbeiterbeteiligung auf den Weg gebracht werden, die „angelehnt an die Coronaprämie“ sozialversicherungs- und steuerbefreit sein soll.

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