„Reformen rasch umsetzen“

WKOÖ-Spitze setzt auf Investitionsanreize durch neues Regierungsprogramm

Fordern rasche Reformen ein: WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, WKOÖ-Direktor Hermann Pühringer mit Christoph Schneider, Leiter Wirtschafts- und Handelspolitik WKÖ (r.)
Fordern rasche Reformen ein: WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, WKOÖ-Direktor Hermann Pühringer mit Christoph Schneider, Leiter Wirtschafts- und Handelspolitik WKÖ (r.) © WKOÖ

Die Zeit der Hochkonjunktur ist vorbei, die Umstände werden angesichts internationaler Spannungen auch in Oberösterreich immer schwieriger.

Hier gelte es, nun die richtigen Maßnahmen zu setzen, mahnt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer ein. Hoffnung setzt sie dabei auf das Programm der neuen Bundesregierung, das wichtige Punkte enthalte.

„Jetzt müssen die geplanten Reformen aber auch schnellstmöglich umgesetzt werden, um den Standort nachhaltig abzusichern. Denn in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten stehen Entlastung und Planungssicherheit ganz oben auf der Prioritätenliste der Unternehmen“, so Hummer anlässlich einer großen Jahresauftakt-Veranstaltung für die Funktionäre der WKO Oberösterreich.

Anreize für Investitionen

Im Fokus müssten Anreize stehen, um die Investitionstätigkeit wieder zu forcieren, betonte sie am Mittwoch gemeinsam mit WKOÖ-Direktor Hermann Pühringer.

So forderten sie die Einführung eines Investitionsfreibetrags in der Höhe von 20 Prozent auf Investitionen in maschinelle Anlagen, immaterielle Wirtschaftsgüter sowie Sanierung und Umbau von Gebäuden. Auch die Einführung eines Investitionsfreibetrags in der Höhe von 30 Prozent für die Anschaffung bzw. Herstellung energieeffizienter Neubauten und thermischer Gebäudesanierungen könnten zusätzlich Impulse für Investitionen in den Klimaschutz gesetzt werden, so die WKOÖ-Spitze.

Die Ausrichtung des neuen Regierungsprogramms auf Klimaschutz, Ressourcenschonung und Ökologisierung sieht Hummer als Chance: „Vor allem, weil unsere familiengeführten Klein- und Mittelbetriebe immer schon nachhaltig wirtschaften und wir mit unserer Industrie über viele Technologieführer und Anbieter innovativer Lösungen im Bereich Umwelt- und Kreislaufwirtschaft, aber auch Vorreiter in Sachen CO2-Reduktion verfügen.“

In ihrem Masterplan für das heurige Jahr setzt sich die WKOÖ große Ziele: So sollen 500 neue Exporteure hinzukommen, 1000 zusätzliche Arbeitskräfte mit Lehrabschluss ausgebildet werden, sowie 200 Betriebe erstmals Forschung betreiben.

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