Regierung stockt Förderung für Lastenräder erneut auf

Nach einer Fördererhöhung im vergangenen Juli wird die finanzielle Unterstützung für den Kauf von E-Bikes und Transporträder erneut erhöht. (Elektro)-Transporträder werden mit bis zu 1.000 Euro (bisher 850 Euro) gefördert, davon 850 Euro übernimmt nun das Umweltministerium und 150 Euro der Sportfachhandel. Förderberechtigt sind Betriebe, Vereine, Gemeinden und auch Privatpersonen.

Der Kauf von mindestens fünf Elektro-Fahrrädern wird für Betriebe, Gemeinden und Vereine mit einem E-Mobilitätsbonus von insgesamt 400 Euro pro Rad (bisher 350 Euro) finanziell unterstützt, davon steuert das Umweltministerium jeweils 250 Euro bei und der Sportfachhandel 150 Euro.

Der Bund hat für die „klimaaktiv mobil“-Fahrradoffensive im Jahr 2021 bis zu 40 Mio. Euro budgetiert. Damit schaffe man „wichtige Impulse für eine klimafreundliche Mobilität der Zukunft“ und belebe mit Klimaschutzinvestitionen die regionale Wirtschaft„, so Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) in einer Aussendung. “Besonders jetzt, in der Coronakrise, können durch den Kauf und die Reparatur von E-Bikes und Transporträdern heimische Händler und Reparaturwerkstätten gestärkt werden”, sagte WKÖ-Sporthandelsobmann Michael Nendwich. Für Reparaturdienstleistungen wurde per Jahresbeginn die Mehrwertsteuer von 20 auf 10 Prozent gesenkt.

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) begrüßte das neue Förderprogramm sowie das JobRad-Modell. In Österreich seien sechs von zehn Autofahrten kürzer als zehn Kilometer und damit in einer Distanz, die mit einem E-Bike für große Teile der Bevölkerung gut bewältigbar sind. Auch beim Pendlerverkehr sei das Verlagerungspotenzial groß, mehr als die Hälfte der Beschäftigten hat einen Arbeitsweg von weniger als zehn Kilometer. Lastenräder seien in den letzten Jahren auch in Österreich – unter anderem als Familienfahrzeug – immer beliebter geworden. Wichtig sei der rasche und verstärkte Ausbau der Rad-Infrastruktur, betonte der VCÖ.

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