Regisseur Peter Brook erhält Prinzessin-von-Asturien-Preis

Der britische Starregisseur Peter Brook erhält den Prinzessin-von-Asturien-Preis 2019 in der Sparte der Künste. Der 94-Jährige wird als “als bester Theaterregisseur des 20. Jahrhunderts” gewürdigt, so die Begründung der Jury. Der bis heute tätige Theatermann sei immer noch offen für neue Horizonte der Dramaturgie und ein großer Reformater der szenischen Künste.

Geboren wurde Peter Broock am 21. März 1925 in London. Ab den 1960ern erwarb er sich einen Ruf als Theatermann für zeitgenössische Autoren wie Jean-Paul Sartre oder Peter Weiss. 1970 gründete er in Paris das Centre International de Recherche Theatrale. Zentral für Brook war stets die Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen wie der indischen. Vor allem mit seinem 1968 veröffentlichen Manifest “Der leere Raum”, einem Kompendium aus Vorträgen, wurde er prägend für viele nachfolgende Generationen an Regisseuren.

Die Prinzessin-von-Asturien-Preise gelten als “die spanischen Nobel-Preise” und sind nach der spanischen Thronfolgerin benannt. Sie werden alljährlich in acht Sparten vergeben. Brook ist der erste Sieger von 2019, die weiteren werden in den nächsten Wochen und Monaten nach und nach bekannt gegeben werden. Die Preisträger erhalten jeweils 50.000 Euro und die Nachbildung einer Statue von Joan Miro. Die Auszeichnungen werden im Herbst von König Felipe VI. in Oviedo überreicht.

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