Registrierung ukrainischer Flüchtlinge wird beschleunigt

Das Innenministerium versucht die Registrierung ukrainischer Flüchtlinge zu beschleunigen. Am Wochenende sind 95 zusätzliche Erfassungsmodule eingetroffen, die sofort an die Landespolizeidirektionen ausgeliefert wurden, hieß es aus dem Ressort von Gerhard Karner (ÖVP) zur APA. Bis inklusive Samstag wurden bereits rund 35.000 Flüchtlinge registriert.

Ein Erfassungsmodul umfasst Passlesegerät, Fingerprintscanner und Laptop/PC mit spezieller Software zur Weiterverarbeitung von Daten. Bisher waren 130 entsprechende Einrichtungen an 50 Standorten im Einsatz. Nunmehr steht man bei 225, weitere sollen folgen. Mit den neuen Geräten soll einerseits die Zahl der Stellen erweitert werden, andererseits mit mehr Personal auch die Frequenz erhöht werden.

Haben die Flüchtlinge alle notwendigen Papiere dabei, geht der Prozess laut Innenministerium in fünf bis zehn Minuten vonstatten. Fehlen hingegen Ausweise, verlängert sich das Prozedere. In diesem Fall muss dann beispielsweise ein Lichtbild angefertigt werden. Die ansonsten vom Reisepass ausgelesenen Daten werden händisch erfasst. Allerdings haben immerhin rund vier von fünf Geflüchteten ein Reisedokument bei sich.

Für den Zugang zum Arbeitsmarkt brauchen sie einen Vertriebenen-Ausweis. Die ersten Auslieferungen beginnen am Montag.

Wien bekommt 37 dieser Gerät – und Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) begrüßte am Sonntag, dass Karner „Handschlagqualität bewiesen“ und die erst in der Vorwoche besprochene Beschaffung rasch umgesetzt habe. „Wenn die Zusammenarbeit mit dem Innenministerium auch weiterhin so schnell und unkompliziert weitergeht“ sei er nicht nur im Hinblick auf die Flüchtlingsreferentenkonferenz kommende Woche zuversichtlich, sondern überzeugt, dass alle Bundesländer die Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine „partnerschaftlich und professionell meistern“ werden, betonte Hacker in einem schriftlichen Statement.

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