Reibungslose Zusammenarbeit

Kurz: Klubobmann im Gesamtpaket des Regierungspersonals zu sehen

Auch wenn sich im Gesicht von Sebastian Kurz ein leichtes Lächeln zeigt: das TV-Duell mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner am Mittwochabend im ORF war alles andere als eine nette Plauderei. Rendi-Wagner attackierte Kurz auf persönlicher Ebene heftig — nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Erkrankung von FPÖ-Chef Norbert Hofer. Den Vorwurf, Kurz habe darüber die Medien informiert, dementierte nicht nur der ÖVP-Chef — das sei „absurd“ —, sein Pressesprecher legte nun zusätzlich offen, dass er am Mittwochabend zwischen 19.41 und 20.41 Uhr nur einmal ein Telefonat mit einer ÖVP-internen Nummer geführt habe.
Auch wenn sich im Gesicht von Sebastian Kurz ein leichtes Lächeln zeigt: das TV-Duell mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner am Mittwochabend im ORF war alles andere als eine nette Plauderei. Rendi-Wagner attackierte Kurz auf persönlicher Ebene heftig — nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Erkrankung von FPÖ-Chef Norbert Hofer. Den Vorwurf, Kurz habe darüber die Medien informiert, dementierte nicht nur der ÖVP-Chef — das sei „absurd“ —, sein Pressesprecher legte nun zusätzlich offen, dass er am Mittwochabend zwischen 19.41 und 20.41 Uhr nur einmal ein Telefonat mit einer ÖVP-internen Nummer geführt habe. © ORF/Leitner

Ein paar TV-Gelegenheiten haben die Spitzenkandidaten der größeren Parteien noch, um sich gegenseitig Botschaften oder Koalitionsbedingungen auszurichten. Ehe sie etwa am Montag auf Puls 4 und dann am Donnerstag in der sogenannten Elefantenrunde im ORF noch einmal direkt aufeinandertreffen (jeweils 20.15), haben ÖVP-Parteiobmann Sebastian Kurz und SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner morgen Gelegenheit, sich in „Sololäufen“ in der ORF Pressestunde (ab 11 Uhr, ORF 2, zuerst Rendi-Wagner, dann Kurz) inhaltlich zu positionieren.

Bereits gestern hat Kurz zur Frage Stellung bezogen, ob er Ex-Innenminister Herbert Kickl im Fall einer Neuauflage von Türkis-Blau als Klubobmann akzeptieren würde — wobei die Antwort grundsätzlich und nicht personenbezogen ausfiel. Über Koalitionen spekuliere er nicht, wer Klubobmann in anderen Parteien werde, „ist nicht meine Entscheidung, sondern jene der einzelnen Klubs“. Um dann ein nicht unwesentliches Aber folgen zu lassen: „Wer allerdings in Zukunft als Klubobmann den jeweiligen Regierungsparteien vorsitzen wird, gilt es im Gesamtpaket mit dem zukünftigen Regierungspersonal zu bewerten“. Und, so Kurz weiter: „Jedenfalls“ müsse die Zusammenarbeit „zwischen der Regierung und den Klubobleuten der Regierungsparteien reibungslos funktionieren“.

Pinke Bedingungen

Die Neos haben übrigens am Freitag ihre Bereitschaft zu regieren bekräftigt und vier für sie unverrückbare Bedingungen dafür genannt. Das sind eine Bildungsreform, eine Steuerreform, ein Klima- und Umweltpaket und absolute Transparenz, wie Spitzenkandidatin und Parteichefin Beate Meinl-Reisinger in einer „Erklärung für eine anständige Regierung“ vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz sagte.

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