Reifeltshammer: „Auch nach oben etwas möglich“

Ried-Kapitän Thomas Reifeltshammer über den neuen Trainer und die Frühjahrssaison

Thomas Reifeltshammer (l.) hofft mit der SV Ried auf ein sorgenfreies Frühjahr.
Thomas Reifeltshammer (l.) hofft mit der SV Ried auf ein sorgenfreies Frühjahr. © APA/EXPA/Eisenbauer

Mit dem Heimspiel gegen die Wiener Austria startet die SV Guntamatic Ried am Samstag (17) in die Frühjahrssaison der Fußball-Bundesliga. Die Innviertler liegen nach zwölf Runden mit 13 Zählern auf Rang neun.

VOLKSBLATT: Herr Reifeltshammer, nach sehr kurzer Vorbereitung mit dem neuen Trainer Miron Muslic: Wie gut sieht man sich für den Auftakt gerüstet?

REIFELTSHAMMER: Ich denke, dass wir schon einige Dinge verändert haben und auch umsetzen konnten. Es wird wahrscheinlich trotzdem ein Prozess über Wochen und Monate, um die Art und Weise, wie wir spielen wollen, zu festigen.

Im Vergleich zum Herbst, wo man meist tief gestanden ist, wird man nun einen aktiveren, mutigeren Ansatz wählen?

Muslic lässt mit seinen Mannschaften immer sehr aktiv pressen. Das heißt nicht immer hohes Angriffspressing, aber immer aktiv gegen den Ball sein. Das hat er im Training, mit Videoanalysen und Gesprächen versucht, der Mannschaft zu vermitteln.

Kommt euch dieser Spielstil mehr entgegen?

Das wird man sehen. Ich denke, dass wir nicht unerfolgreich waren, 13 Punkte sind für einen Aufsteiger ok. Aber ich glaube schon, dass es ein Spielstil ist, der sehr attraktiv und für die Fans schön anzuschauen ist.

Sie kennen Miron Muslic auch schon länger, wie würden Sie ihn charakterisieren?

Er ist ein sehr geradliniger, ehrlicher Typ, der jedem Spieler und Mitarbeiter Wertschätzung gibt. Er verlangt relativ viel von jedem Einzelnen, aber er bringt eine ganz klare Struktur rein und man weiß immer, wie man bei ihm dran ist.

Der Start erfolgt mit zwei wichtigen Heimspielen gegen die Konkurrenten Austria und Admira, dazwischen liegt das Auswärtsmatch in Salzburg. Wie beurteilen Sie insgesamt die Ausgangslage?

Sehr spannend. Ich denke, dass wir ganz gut dastehen. Es ist auch nach oben etwas möglich, der Sieg gegen Wattens hat uns Selbstvertrauen und punktemäßig etwas Abstand nach unten gegeben. Jedes Spiel wird aber ein Fight, es kann immer schnell in beide Richtungen gehen.

Das Hauptziel ist natürlich der Klassenerhalt, mit welcher Marschroute geht man jetzt in die verbleibenden zehn Runden des Grunddurchganges?

Durch den Trainerwechsel und die neue Spielanlage ist es schwierig einzuschätzen. Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen. Wenn wir unser Spiel nicht zu 100 Prozent durchziehen, werden wir gegen jeden Probleme bekommen, wenn doch, dann traue ich uns auch nach oben einiges zu und es ist eine Überraschung möglich.

Mit Ried-Kapitän THOMAS REIFELTSHAMMER sprach Christoph Gaigg

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