Reisen in Zeiten von Corona

Kubin-Haus: Wachrüttelnde Arbeiten von Margit Feyerer-Fleischanderl

Die Skulptur „Reisende“ macht auf die neuen, ungewohnten Beschwerden der Weltenbummler aufmerksam.
Die Skulptur „Reisende“ macht auf die neuen, ungewohnten Beschwerden der Weltenbummler aufmerksam. © Christian Schepe

Die Künstlerin Margit Feyerer-Fleischanderl startet am 11. Juli mit ihrer neuen Ausstellung „Von anno Schnee bis Übersee” im Kubin-Haus in Zwickledt durch.

Bis zum 30. August haben Interessierte die Möglichkeit, Feyerer-Fleischanderls Skulpturen von sich auf Reisen befindlichen Menschen zu bewundern. Diesen stehen die Strapazen der langen Reisen buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Reisefreiheit nicht selbstverständlich

Die Linzer Künstlerin möchte mit ihren neuen Kunstwerken auf die durch COVID-19 bedingten Reisebeschränkungen hinweisen und diese hinterfragen. Sie zeigt, dass Reisefreiheit keineswegs garantiert ist. Der im Ausstellungstitel enthaltene Begriff „anno Schnee“ steht nicht nur für Vergangenes, sondern vor allem für den plötzlichen krisenbedingten Umbruch und die damit verbundenen Einschränkungen.

Daneben weisen in einem Kontrast, der eklatanter kaum sein könnte, Bleistiftzeichnungen sowie einige Fotografien aus der Serie „Mein Amerika” auf das Touristenerlebnis im Land der unbegrenzten Möglichkeiten vor der Krise hin.

Feyerer-Fleischanderl macht eindrücklich klar: Freiheit, Wohlstand und überfüllte Flugzeuge sind Zeichen des modernen Tourismus. „Übersee“ war bis zur COVID-19-Pandemie näher als je zuvor. Heute verbindet die Künstlerin mit Freiheit ein Leben „ohne Mund- und Nasenschutz, ohne Sicherheitsabstand, ohne geschlossene Grenzen und ohne Angst.“

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