Rekord- statt Coronavirus

Formel 1: Die Saison vor dem großen Regelumbruch könnte historisch werden

Lewis Hamilton © AFP/Cacace

Mit der Absage des China-Grand-Prix und damit der Reduktion auf erneut 21 Rennen konnte der Coronavirus bereits vor der Formel-1-Saison einen Rekord verhindern.

Es wird hoffentlich der letzte gewesen sein.

Weltmeister mit 22?

Lewis Hamilton (GBR), Max Verstappen (NED) oder Charles Leclerc (MON) wollen für Bestmarken sorgen. Beginnen wir bei den Youngsters.

Die beiden 22-Jährigen haben im Red Bull bzw. Ferrari heuer letztmals die Chance, Sebastian Vettel als jüngsten Weltmeister der Geschichte abzulösen. Der Deutsche krönte sich 2010 im Alter von 23 Jahren zum F1-Champ.

Diese Bestmarke will natürlich Titelverteidiger Hamilton verhindern, mit dem siebten WM-Titel würde der 35-jährige Mercedes-Pilot mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher gleichziehen. Sein Teamchef Toto Wolff ist zuversichtlich, sagt aber auch: „Der Titel, der vor dir liegt, ist immer der schwierigste.“ Dem stimmte seine Nummer eins zu: „Je näher man rankommt, desto größer werden die Schritte.“

Erste Rekord-Chance schon beim Auftakt

Drei Rekorde (meiste Pole-Positions/88, meiste Punkteplatzierungen in einer Saison/20 von 20, meiste Punkteplatzierungen in Folge/33) nennt Hamilton in der Motorsport-Königsklasse schon sein Eigen. Bereits beim Start in Australien am Wochenende könnte er Schumacher einen weiteren abknöpfen. Fährt Hamilton auf Pole Position wäre es seine neunte in Melbourne — so viele schaffte keiner auf einer Strecke. Es sind aber noch weitere Schumi-Bestmarken für den Briten in Reichweite.

Der Start in die neue Saison soll wie geplant jedenfalls mit Zuschauern stattfinden, betonte Andrew Westacott, der Chef des Australien-Grand-Prix, am Montag in einem Radiointerview mit „SEN“. Beim zweiten Saisonlauf am 22. März in Bahrain sind dagegen, wie bereits ausführlich berichtet, aus Angst vor dem Coronavirus keine Zuschauer an der Strecke zugelassen.

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