Renault Trafic Grand – Große Klasse, kleiner Preis

Renault hat den Trafic überarbeitet und mit neu gestalteter Kabine auf ein neues Niveau gehoben, so der französische Autohersteller. Auf dem Boden geblieben ist dabei der Preis; das wichtigste Argument, das der Raumriese ins Treffen führt.

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Fünf Meter 48 Zentimeter lang. Fast zwei Meter breit und auch fast zwei Meter hoch. Der Renault Trafic Grand Spaceclass besticht vorerst durch seine Größe – und auf den zweiten Blick durch seine unprätentiöse äußere Erscheinung mit markantem Chromgrill, dominanten LED-Heckleuchten und einer klaren Linienführung von der Frontstoßstange mit ihren LED-Leuchten bis zum vertikal abfallenden Heck. Dabei wirkt der Franzose nicht glamourös oder eitel, sondern schlicht mit dem Hang zum Understatement.

Das müsste er dabei gar nicht, denn als Grand Spaceclass bietet der Siebensitzer jede Menge Komfort – und das zu einem Ab-Preis von gut 56.000 Euro. Das ist für einen Raumriesen mit umfangreicher Serienausstattung eine Kampfansage, denn zur Mitgift ab Werk gehören unter anderem Metalliclackierung, 17er-Alus, Einparkhilfe, Acht-Zoll-Display, USB-Ports, Teppichboden, Klimaanlage, Licht- und Regensensor sowie Assistenzsysteme en masse, wie beispielsweise adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, Toter-Winkel-Warner, Notbremsassistent oder Querverkehrswarner.

Typenschein

Renault Trafic Grand Spaceclass Blue dCi 170 EDC

Preis: ab € 56.290,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 61.420,- unter anderem inklusive Escapade Paket € 3915,-; einen Renault Trafic (Passenger Expression) gibt es ab € 37.990,- NoVA/Steuer: 18 %/ € 1304,64 jährlich Garantie: 4 Jahre bis max. 100.000 km im dritten und vierten Jahr, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung Service: alle 30.000 km oder jährlich

Technische Daten: Motor: R4, 16V, Common-Rail, Turbolader, Partikelfilter, 1997 cm³, 125 kW/170 PS bei 3500 U/min, max. Drehmoment 380 Nm bei 1500 U/min Getriebe: Sechsgangautomatik Antrieb: Frontantrieb Höchstgeschwindigkeit: 186 km/h Leistungsgewicht: 13,3 kg/PS WLTP-Verbrauch: 7,5 Liter VOLKSBLATT-Testverbrauch: 8,9 Liter CO2-Ausstoß: 198 g/km Euro 6d-TEMP

Eckdaten: L/B/H: 5480/1956/1968 mm Radstand: 3498 mm Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 2262/3070 kg Kofferraum: 1084-5935 Liter Tank: 80 Liter (Diesel) Reifen: 4 x 215/60 R17 109H auf 17“-Alus

Sicherheit: Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC/TPMS Airbags: 6

Was der Wagen darüber hinaus noch mitbringt: Platz. Jede Menge Platz. Überall. In der ersten Reihe. In der zweiten Reihe auf den beiden verschiebbaren Einzelsitzen mit dem dazwischen platzierten Campingtisch.

In der dritten Reihe auf der Bank, wo auch die Ellbogenfreiheit passt. Und im Gepäckabteil, das bei gut tausend Liter Fassungsvermögen anfängt und sich auf schier unfassbare 5935 Liter erweitern lässt. Somit steht dem Zwei-Woche-Urlaub als Großfamilie nichts im Weg, denn der Trafic Grand Spaceclass ist ein Raumwunder ohnegleichen.

Leider geht das zu Lasten der Qualität und der Materialanmutung, die noch deutlich die Nutzfahrzeugabstammung des Trafic dokumentieren. Auch der Blick ins Cockpit zeigt: Viel Plastik und eine maximal solide Verarbeitung. Dafür punktet das Cockpit mit zahlreichen, großen und intelligent platzierten Ablagen sowie einem generell durchdachten Konzept.

So funktioniert die Smartphonekopplung klaglos, die Menüführung ist intuitiv möglich, die Rückfahrkamera liefert ein gestochen scharfes Bild und für die wichtigsten Funktionen – etwa bei der Klimaanlage – stehen Knöpfe und Drehregler zur Verfügung.

Das Lederlenkrad liegt angenehm in der Hand, der überarbeitete Knauf für die Sechsgangautomatik ist ergonomisch positioniert und die Sitze sind bequem und langstreckentauglich – auch wenn sie nur wenig Seitenhalt geben. Die Übersicht ist indessen großartig, weil man hoch oben über der Straße thront.

Und wenn man hoch oben thront, kann man sich erhaben fühlen und entsprechend entspannt im Verkehr gleiten. Das entspricht auch am ehesten dem Naturell des rüstigen, deutlich hörbaren 170-PS-Dieselmotors, der mit Bedacht seine maximal 380 Newtonmeter an die Vorderräder weiterleitet.

Die Automatik zeigt auch keine Eile und als Kurvenräuber taugt ein zwei Meter hoher 2,2-Tonner mit 3498 Millimetern Radstand sowieso nicht. Die Lenkung und Bremsen sind Mittelklasse, die Assistenzsysteme hingegen top. Das trifft auch auf den Verbrauch zu, denn der Zweiliter-Selbstzünder gönnt sich auch im Performance-Modus im Schnitt weniger als neun Liter.

Fazit

Ein solide verarbeitetes Raumwunder zum günstigen Preis.

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