Rendi-Wagner möchte sich Koalitionspartner aussuchen

Rendi-Wagner gemeinsam mit den Moderatoren © APA/PULS 4/URSULA RÖCK

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner freut sich, dass die SPÖ bei Umfragen aktuell voran liegt – und hat im Sommergespräch von Puls 24 ihr Ziel für die nächste Wahl formuliert. Sie wolle so viel Vertrauen wie möglich erhalten, um in die Lage zu kommen, eine Regierung zu bilden: „Und dass wir uns einen Koalitionspartner aussuchen können.“ Eine Zusammenarbeit mit der ÖVP wollte sie nicht ausschließen. Dort sei personell aber alles offen, mutmaßte sie.

„Ich erinnere mich, wie vor drei Jahren die SPÖ noch abgeschrieben wurde“, sagte Rendi-Wagner in dem Gespräch, dass um 20.15 Uhr auf Puls 4 ausgestrahlt wird. Damals habe es etwa geheißen, Grün sei das neue Rot. Das habe sich nun geändert. Auf die Frage, ob sie für eine Koalition mit der ÖVP offen wäre, obwohl führende Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten für eine Regierung gemeinsam mit Grünen und den NEOS plädieren würden, meinte sie: „Ich sage ihnen, man kann die Grünen auch nicht aus der Pflicht lassen.“

Denn der Regierungspartner der ÖVP trage derzeit alles mit, was an Versäumnissen präsentiert worden sei – etwa das zuletzt gekürzte Schulstartpaket. Die SPÖ-Chefin wollte nicht darüber spekulieren, ob die Sozialdemokraten Ziele gemeinsam mit der Volkspartei umsetzen könnten: „Wer weiß denn, wer in einer ÖVP nach einer Wahl wirklich Ansprechpartner sein wird? Sie wissen es nicht, ich weiß es nicht, die Verhältnisse sind dort so instabil. Ich glaube auch nicht, dass es (Bundeskanzler und ÖVP-Chef, Anm.) Nehammer sein wird.“

„Drei Kanzler innerhalb von wenigen Wochen, 14 Ministerwechsel, höchste Instabilität in Österreich, viele Korruptionsskandale. Wann, wenn nicht jetzt, ist der Zeitpunkt, dass wir als Sozialdemokratie Österreich sagen, wohin wir das Land führen wollen“, hielt sie fest. Daran, dass sie bei der nächsten Nationalratswahl selbst auf dem ersten Listenplatz ins Rennen gehen wird, zweifelt Rendi-Wagner nicht. Die Frage der Spitzenkandidatur sei für sie „absolut geklärt“, stellte sie klar.

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