„Rennstrecken“ im Visier

Stadt Wels und Polizei sagen illegalen Straßenrennen den Kampf an

WELS — Nach der Anzeigenflut im Zuge der Auto-Tuning-Veranstaltung „Night of Wheels“ am Welser Messegelände machen die Stadt Linz und die Polizei gegen die Zunahme bei den illegalen Straßenrennen im Stadtgebiet mobil. Laut Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) sind die PS-starken Autos, die mit lauter Musik und quietschenden Reifen durch die Stadt rasen, untragbar geworden. Illegale Autorennen seien bereits der häufigste Grund für Beschwerden von Bürgern, wobei neben der Eisenhower-Straße mit ihren drei Fahrspuren vor allem die Innenstadt und das Messegelände betroffen seien.

Nun soll laut Bürgermeister die Bevölkerung dazu aufgerufen werden, die beliebtesten „Rennstrecken“ zu melden, weiters sei eine Verdoppelung der Radargeräte geplant.

ÖVP fordert Aktionsplan gegen Raser

Für die Welser ÖVP steht fest, dass es nach den Vorfällen am Wochenende zu Reaktionen kommen muss. Sie will mit dem Koalitionspartner FPÖ Gespräche zum Wohle der Bevölkerung führen und auf einen Aktionsplan drängen. „Nur ein Bündel an Maßnahmen kann zukünftig solche Ereignisse verhindern“, sagte Stadtparteiobmann LAbg. Peter Csar.

Laut Stadtrat Peter Lehner muss sich die Stadt Wels dazu bekennen, welche Veranstaltungen man künftig wolle und welche nicht, wobei der Schutz der Welser vor Lärm und Verkehr oberstes Ziel sein müsse.

Passen PS-Events in Messegelände?

„Ob Veranstaltungen wie ,Night of Wheels’ oder ein Truck-Event in einem Messegelände mitten in einer Stadt passen, muss aufgrund der Vorkommnisse neu bewertet werden. Der Ausbau der Messe und damit die Verwendung von Welser Steuergeld wird für die ÖVP an Konzepte für die Welser Bevölkerung geknüpft“, so Lehner.

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