Richard Strauss: Ein Heldenleben

Ein besonderes Hörvergnügen bereitet das Label Warner mit seinem Exklusivkünstler Antonio Pappano, der sich immer wieder Werke aussucht, für die er sein Herzblut gibt und charismatisch den leidenschaftlichen Einsatz an sein Orchester weitergibt.

In Pandemiezeiten hat sich der Maestro (62) dem Schaffen von Richard Strauss zugewandt. „Ein Heldenleben“ ist das Programm der aktuellen CD, gespielt vom Orchestra dell´Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Chefdirigent Pappano in die Reihe der Weltklasseorchester katapultierte.

Überraschend zu hören ist seine auf Klangkultur ausgerichtete Qualitätsarbeit, wichtig gerade bei diesem Strauss-Werk, dessen virtuose Orchestrierung eine überaus vielfältige Farbpalette von dunkelsten Schattierungen bis zu den brillantesten Blechbläserfarben reicht, markante Solopassagen stehen neben intimen Kammermusik ausstrahlenden Passagen.

Das fast drei Oktaven umspannende Anfangsthema des Helden, eine Version der „Eroica“, durchläuft in den sechs Teilen mehrere indifferente Tonarten und Stimmungen. Unterschiedlich zur epischen Tondichtung das zweite Strauss-Werk auf der CD, die selten gespielte „Burleske“ für Klavier und Orchester mit dem französischen Solisten Bertrand Chamayou, dessen aparte Auslegung des Soloparts bar der oft humorvoll und schrillen Auffassung angenehm auffällt.

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