Rick Astley: Beautiful Life (Warner)

Auf seinem achten Studioalbum präsentiert sich der britische Sänger Rick Astley als zufriedener und glücklicher Künstler, der hörbar Spaß hat, an dem was er tut. Dabei startet der mittlerweile 52-Jährige äußerst tanzbar: Der Titelsong „Beautiful Life“ ist eine flotte, klassische Disco-Nummer nach alter Schule. „Chance To Dance“ ist noch so ein schmissiger, gut gelaunter Popsong, bei dem man die Beine nicht stillhalten mag. Dann geht Astley mit dem Liebeslied „She Makes Me“ in eine ganz andere, sanfte Richtung, bei „Shivers“ kombiniert er gar Country-Klänge mit Hip-Hop-Beats. Und ja, das funktioniert unerhört gut. Schon auf seinem Comeback-Album „50“ gab sich der Sänger 2016 vielseitig. Folk, Gospel, Soul oder Funk — auch auf „Beautiful Life“ dehnt Astley das Popgenre stilistisch vielseitig aus. Allen Titeln gemein ist, dass es erwachsene Songs mit kräftigen Melodien sind. Natürlich ist Rick Astleys markante Stimme dabei das wichtigste Qualitätsmerkmal — mal zerbrechlich wie im leisen Intro der Ballade „Empty Heart“, dann wieder wuchtig wie im nostalgischen, fast rockigen „The Good Old Days“, in dem er sich musikalisch an Kindheitstage erinnert. Rick Astley beweist mit dem neuen Album „Beautiful Life“ erneut, dass er als Künstler weit mehr zu bieten hat, als immer nur denselben 80er-Jahre-Hit („Never Gonna Give You Up“) zu singen. PD