Ried geht in die Gegenoffensive

SVR-Vorstand nahm zu Anschuldigungen ausführlich Stellung

Gingen in die Offensive: Karl Wagner (Organisationsvorstand SV Ried), Roland Daxl (Finanzvorstand SV Ried) und Herwig Pernsteiner (Vorstandsvorsitzender ISG).
Gingen in die Offensive: Karl Wagner (Organisationsvorstand SV Ried), Roland Daxl (Finanzvorstand SV Ried) und Herwig Pernsteiner (Vorstandsvorsitzender ISG). © SVR/Scharinger

Während die Verpflichtung von Wunschstürmer Patrik Eler laut Sportchef Gerald Baumgartner „eine schwierige Geschichte“ ist, zeigte die SV Ried auf anderer Ebene Offensivqualitäten.

Finanzvorstand Roland Daxl, Organisationsvorstand Karl Wagner und Herwig Pernsteiner (Vorstandsvorsitzender ISG) traten an, um die im Dezember aufgetauchten Berichte über finanzielle Misswirtschaft zu entkräften. „So eine tiefgreifende und transparente Pressekonferenz hat es in unserem Verein noch nie gegeben“, begann Daxl die Ausführungen. Die Kurzfassung:

Klubfinanzen: In acht der zehn letzten Saisonen bilanzierte Ried positiv. Negativ sei die Bilanz nur 2014/2015 (rund 1,2 Mio. Euro) und 2016/17 gewesen. „2014/15 war ich nicht im Vorstand tätig“, hielt Daxl fest. Das Eigenkapital des Vereins sei aber seit 2009 um 1,86 Mio. Euro verbessert worden. Derzeit stünden einem Minus von 270.000 Euro und Bankverbindlichkeiten von 2,5 Mio. Euro stille Reserven von rund 7,95 Mio. gegenüber. „Das Budget für 2018/19 beläuft sich auf 4,2 Mio. Euro“, betonte Daxl.

Landesfördermittel: Für Investitionsvorhaben von 6,8 Mio. Euro (u.a. Trainingszentrum) wurden vom Land OÖ vier Millionen zugesagt, bisher laut Vereinsangaben 3,68 Millionen ausbezahlt. Der Rest soll im Jänner folgen. „Von einer kolportieren Vorauszahlung des Landes, um Liquiditätsengpässe abzufedern, kann also keine Rede sein“, erklärte Wagner.

Das vieldiskutierte Pfandrecht der Oberbank von 625.000 Euro sei 2015 vom damaligen Vorstand beschlossen worden. Wagner bezeichnete dies „als durchaus üblich“, auch wenn er zugab: „Wäre der Klub zu diesem Zeitpunkt wirtschaftlich in einer anderen Situation gewesen, hätte man vielleicht das Pfandrecht nicht gebraucht.“

Auftragsvergabe Bau Trainingszentrum: „Sowohl die Ausschreibung als auch das Vergabeverfahren erfolgte nach bewährten Standards, also völlig transparent und nachvollziehbar. Den Zuschlag erhielt der günstigste Anbieter“, versicherte Pernsteiner.

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