Ried ist für das Derby gut gerüstet

„Risikospiel“ gegen Blau Weiß: Mehr Sicherheitspersonal im Einsatz

Das Auftreten des FC Blau Weiß Linz am Freitag in Ried sorgt für verstärkte Sicherheitsaufkommen.
Das Auftreten des FC Blau Weiß Linz am Freitag in Ried sorgt für verstärkte Sicherheitsaufkommen. © Daniel Scharinger / picturedesk.com

Von Roland Korntner

„Ich habe keine schlaflosen Nächte, wir haben ein Bundesliga-taugliches Stadion und schon so viele Spiele gegen LASK, Rapid oder die Austria abgewickelt“, sagt mit Leo Kiesenhofer der Stadionchef der SV Guntamatic Ried. Die empfängt am Freitag (20.30 Uhr) den FC Blau Weiß Linz zum brisanten Zweitliga-Derby. Denn:

  • In der Rieder Fanszene rumort es, die Anhänger der Innviertler befürchten, dass der Aufstieg erneut verpasst werden könnte. Dieser Frust könnte sich bei einer Niederlage entladen.
  • Spiele gegen Linzer Klubs haben in Ried immer einen besonderen Stellenwert.
  • Beim Aufeinandertreffen am 11. August 2017 — dem ersten Duell der beiden Klubs nach elf Jahren — hat es in Linz nach dem Spiel, aber noch im Stadion gekracht.
  • Letzten Freitag wurden Fans von Vorwärts Steyr nach dem Derby in Linz auf dem Heimweg am Bahnhof in Ennsdorf attackiert. Die Ermittlungen laufen noch, so David Furtner, Pressesprecher der oö. Polizei, aber: „Wir gehen von einer Hooligan-Attacke aus. Die angreifende Gruppe wurde als vermummt und auffallend in den Farben blau-weiß beschrieben“, so Furtner. Es solle sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen, welchem Lager diese Hooligans zugeordnet werden können. Nachsatz: „Farben spielen in dieser Szene eine große Rolle“, so Furtner.
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Die Konsequenzen für das Derby? „Für uns ist das ein Risikospiel, das heißt, wir haben mehr Polizei und mehr Ordner im Einsatz, die Einlasskontrollen sind genauer“, erklärt Kiesenhofer. Das bestätigt auch der Rieder Bezirkspolizeikommandant Stefan Haselberger: „Wir haben mehr Kräfte vor Ort und mehr stehen auf Abruf bereit.“ Zudem werde die Lage „laufend evaluiert“, wobei es derzeit „keine besondere Bedrohungslage“ gebe.