Ried muss nach 1:1 weiter zittern, LASK auf Play-off-Kurs

Kein Sieger im Derby: Ried und LASK trennen sich 1:1.

Die Qualifikationsrunde der Fußball-Bundesliga bietet Dramatik pur. Während Platz eins an WSG Tirol (4:2 gegen Hartberg) fix vergeben ist  und auch der LASK durch das 1:1 im oö. Derby auf Play-off-Kurs liegt, müssen die Innviertler weiter um den Klassenerhalt zittern. Die Entscheidung fällt erst am letzten Spieltag, da Altach durch ein 3:0 bei der Admira plötzlich wieder lebt. Insgesamt kann es noch vier Teams erwischen! 

Die Hausherren begannen ambitioniert, versuchten das Spiel zu machen und hatten auch gleich zu Beginn eine gute Gelegenheit. Doch Wießmeier scheiter aus der Drehung an LASK-Keeper Schlager (6.). Aus dem daraus resultierenden Eckball geich die nächste Chance, doch Meisl setzte seinen Kopfball übers Tor.

Auch danach waren die Innviertler in Hälfte eins lange die spielbestimmende Mannschaft, während die LASK-Offensive kaum Akzekte setzen konnte. Die einzig wirklich gefährliche Aktion vor der Pause lieferte Nakamura ab, doch sein Abschluss verfehlte das Tor (30.).

Anders die Rieder, die unter anderem durch Bajic mit einem Fersler (30.) nach einem Stanglpass von Wießmeier sowie durch Nene, der allein vor dem Tor auftauchte, aber an Torhüter Schlager (per Fußabwehr) scheiterte (39.) einige gute Möglichkeiten vorfanden.

Eigentor brachte Ried in Führung

Letztlich war es aber ein Eigentor des LASK, das den Innviertlern die verdiente Halbzeitführung bescherte. Nach einem weiten Einwurf von Pomer verlängerte Verteidiger Sako per Kopf über den chancenlosen Schlager hinweg zum 1:0 (42.).

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Nach dem Seitenwechsel wollten sich die Gastgeber nicht auf die knappe Führung verlassen und begannen fast überfallsartig. Erst probierte es Pomer aus spitzem Winkel und überraschte damit beinahe Schlager, der Nachfassen musste (46.).

Dann trug Nene einen Volley aufs Kreuzeck an, fand aber in Schlager, er eine starke Parade zeigte, seinen Meister (47.). Nach dem anschließenden Corner prüfte Nene von knapp außerhalb des Strafraums gleich noch einmal den Linzer Schlussmann. Später probierte Bajic in guter Position das Abspiel auf Nutz, statt selbst den Abschluss zu suchen (61.).

Horvath mit dem Ausgleich

Und der LASK? Agierte auch im 2. Durchgang mit einer Dreier-Abwehrkette (im Gegensatz zu letzter Woche) und konnte aus dieser lange kaum brauchbare Aktionen kreieren. Bezeichnend, dass die auch die zweite Chance von Nakamura einer Einzelaktion des Japaners entsprang, doch seinen Schuss lenkte Ried-Torhüter Sahin-Radlinger ins Außennetz (55.).

Doch urplötzlich kamen die Gäste aus der Landeshauptstadt dann doch in Schwung: Praktisch aus dem Nichts der Ausgleich durch Horvath, der nach einem Einwurf sowie einer Ablage von Filipovic aus rund 14 Metern vollstreckte (66.).

Ein echter Wirkungstreffer, der beinahe einen Doppelschlag gebracht hätte. Doch Nakamura (68.) und der eingewechselte Balic (69.) vergaben dicke Möglichkeiten.

Beide Teams reklamierten Elfmeter

In der Schlussphase wurde es dann noch einmal richtig heiß, beide Mannschaften reklamierten heftig Elfmeter, beide wurde aber nach einem Video-Check von Referee Gishammer nicht gegeben.

Erst kam Rieds Bajic in den Zweikampf mit LASK-Torhüter Schlager, der aber den Ball leicht berührte, war aber zuvor (hauchdünn) aus dem Abseits gestartet (84.). Dann bekam Rieds Ziegl nach einem Outeinwurf den Ball aus kürzester Distanz an die Hand, für den Schiedsrichter aber nicht strafbar (87.).

Somit blieb es beim 1:1. Die Entscheidung über den zweiten Play-off-Platz sowie den Abstieg fällt damit erst am letzten Spieltag am Freitag in den Partien LASK gegen Admira, Hartberg gegen Ried sowie Altach gegen Tirol.

Von Roland Korntner

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