Ried will Bestätigung, Blau Weiß Turnaround

Erste Fußball-Liga: Im heutigen Derby sind die Rollen klar verteilt, aber schon das erste Saisonduell brachte eine kleine Überraschung

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Im ersten Saisonduell zwischen Ried und Blau Weiß (im Bild: Pius Grabher/l. und Thomas Hinum) gab es ein 1:1. Während die Innviertler heute nur Walch und Stankovic vorgeben müssen, ist die Ausfallliste der Linzer weiter lang. Sie hoffen, dass neben Krainz auch Hinum und Markovic fit melden.
Im ersten Saisonduell zwischen Ried und Blau Weiß (im Bild: Pius Grabher/l. und Thomas Hinum) gab es ein 1:1. Während die Innviertler heute nur Walch und Stankovic vorgeben müssen, ist die Ausfallliste der Linzer weiter lang. Sie hoffen, dass neben Krainz auch Hinum und Markovic fit melden. © APA/gepa

Von Roland Korntner

SV Guntamatic Ried gegen FC Blau Weiß ist heute (18.30 Uhr) ein Duell der Gegensätze: Hier der Tabellenzweite der Ersten Fußball-Liga, der (inklusive Cup) fünf Siege in Folge gefeiert hat und auf einem Aufstiegsplatz liegt. Dort der Vorletzte, der seit sechs Matches nicht mehr gewonnen hat.

„Ist oft schwer, Reaktor wieder anzuwerfen“

Doch schon im ersten Saisonduell konnten die Linzer dem Aufstiegsaspiranten ein Remis (1:1) abtrotzen. Nun lautet die große Frage: Wer kommt besser aus der Länderspielpause? „Danach ist es oft schwer, den Reaktor wieder anzuwerfen“, bestätigte Ried-Manager Fränky Schiemer im Gespräch mit dem VOLKSBLATT. Nachsatz: „Aber wir haben den richtigen Trainer dafür.“ Der Ex-Teamspieler ist überzeugt, dass seine Mannschaft den Erfolgslauf heute bestätigen wird: „Weil wir uns gefestigt haben und das Rieder Stadion wieder eine Festung geworden ist“, verwies er auf 20 erzielte Tore in den letzten fünf Heimspielen. „Die Zuschauer bekommen richtig was geboten bei uns“, grinste Schiemer.

Zusätzliche Brisanz durch Ausschreitungen

Für zusätzliche Brisanz sorgen die Zuschauerausschreitungen im ersten Aufeinandertreffen auf der Linzer Gugl, spezielle Vorkehrungen werden aber keine getroffen: „Bei einem Derby gibt es sowieso immer große besondere Auflagen“, so Schiemer. Er ist „überzeugt, dass es heute nur ums Sportliche geht“ und dass es „ein Fußball-Fest wird“. Ähnlich sieht es Blau-Weiß-Manager Roland Arminger: „Wir lassen die Vergangenheit ruhen und wollen sportlich Paroli bieten“, so Arminger. Er rechnet mit rund 500 Linzer Anhängern, die sich heute nach Ried aufmachen.

Blau Weiß erinnert an ein 3:0 über den LASK

Was ihn zuversichtlich stimmt? „Die Stimmung ist weiterhin gut, die Mannschaft trainiert hervorragend und ist heiß. Wir wollen den Turnaround schaffen, auch wenn das in Ried natürlich nicht einfach wird“, so Arminger. Hoffnung macht ihm auch die letzte Saison: „Da haben wir in einer ähnlichen Situation als Tabellenletzter den LASK mit 3:0 geschlagen.“ Trainer Günther Gorenzel weiß, wie das gelingen soll: „Ein Sieg wird nur durch harte Arbeit gelingen. Wir müssen beißen, kratzen, kämpfen.“

Ried in Bilanz vorne, großer Benefizerfolg

Bisher erst 13 Duelle hat es zwischen der SV Ried und dem FC Blau Weiß Linz bzw. dessen Vorgängerklubs FC Linz und SK Vöest gegeben. Die Innviertler haben dabei mit acht Siegen bei drei Remis und nur zwei Niederlagen die Oberhand.

P.S.: Das Benefizspiel Rieds gegen den UFC Saiga Hans & Friends am 5. Oktovber auf dem Sportplatz der Union St. Johann am Walde brachte ein großartiges Spendenergebnis von 34.400 Euro für die Opfer der Zeltfest-Katastrophe von Frauschereck. Die Übergabe erfolgt am 22. Oktober in der Pause beim Derby Saiga Hans gegen Mettmach.