RLB OÖ schloss 2021 mit „hervorragendem Ergebnis“ ab

Überschuss stieg auf 465 Mio. Euro – 2022 von Unsicherheiten geprägt

Mit einer Bilanzsumme von 69,7 Mrd. Euro ist die Raiffeisenbankengruppe OÖ mittlerweile die viertgrößte Bank in ganz Österreich, konnte Generaldirektor Schaller vermelden.
Mit einer Bilanzsumme von 69,7 Mrd. Euro ist die Raiffeisenbankengruppe OÖ mittlerweile die viertgrößte Bank in ganz Österreich, konnte Generaldirektor Schaller vermelden. © RLB OÖ

Auf ein starkes Jahr blickt die Raiffeisenlandesbank OÖ Zurück. Generaldirektor Heinrich Schaller konnte am Freitag einen von 302 Mio. Euro auf 464,9 Mio. Euro gestiegenen Nach-Steuer-Gewinn vermelden.

Desweiteren stieg das Betriebsergebnis um knapp 19 Prozent auf 429,9 Mio. Euro an. Zudem überschritt die Konzernbilanzsumme mit 51,4 Mrd. Euro erstmals die 50-Mrd-Euro-Schwelle.

Das Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen stieg zum Vorjahr um 49,9 Mio. Euro auf 134,6 Mio. Euro. In dem Posten sind unter anderem die für die Bank wichtigen Beteiligungen an voestalpine, Raiffeisenbank Prag und Hypo OÖ sowie der Raiffeisen Bank International (RBI) erfasst. Aktuell befinden sich rund 80 Beteiligungen im Portfolio, das Beteiligungsgeschäft soll weiter stark verfolgt werden.

Auch die Raiffeisenbanken in Oberösterreich machten vergangenes Jahr ein gutes Geschäft. Der Jahresüberschuss (vor Rücklagenbewegung) kletterte von 132,9 Mio. Euro (2020) auf 212,6 Mio. Euro, das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um knapp 55 Prozent auf 266,3 Mio. Euro. Konsolidiert – also das Ergebnis der Raiffeisenbanken und der RLB OÖ gemeinsam – steigerte die Gruppe das EGT um 75 Prozent auf 600 Mio. Euro.

Starke Basis, aber auch viele Unsicherheiten

Angesichts des „wirklich erfreulichen Ergebnis“ 2021 und einer harten Kernkapitalquote im Konzern von rund 16,0 Prozent spricht Schaller davon, dass man bestens für mögliche Rückschläge gerüstet sei.

Denn unter anderem ist der Raiffeisensektor in Oberösterreich indirekt über die Beteiligung der RLB OÖ an der RBI (9,5 Prozent) von der Situation in Ukraine betroffen. Dazu sieht der Generaldirektor die weitere Wirtschaftsentwicklung pessimistisch. Er erwartet, dass die prognostizierte Inflationsrate von 5,6 Prozent heuer höher ausfällt und auch das vorhergesagte Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent kaum erreichbar sein wird.

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