Robin Hood dominiert den heurigen Kultursommer

Was sagt es über eine Gesellschaft aus, die eine Person hochjazzt, deren Jobdescription es ist, Rächer der Enterbten und Beschützer von Witwen und Waisen zu sein? Welche sozialen und politischen Implikationen sich dahinter auch immer vermuten lassen, Robin Hood feiert im aktuellen Kultursommer fröhliche Urständ. Den Auftakt machte am gestrigen Freitag Fulda, wo das Musical „Robin Hood“ mit Musik von 80er-Jahre-Schmusebarde Chris de Burgh („Lady in Red“) Premiere feierte.

Das Musical mit dem auch in Wien bestens bekannten Mark Seibert in der Titelrolle rückt den Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit ins Zentrum und soll nun in der deutschen Domstadt Fulda in 177 Vorstellungen rund 120.000 Zuschauer locken. Danach folgen zahlreiche weitere Stationen, darunter im kommenden Jahr auch Linz.

Apropos Linz. Hier wird Musicalvater Chris de Burgh am 6. November im Brucknerhaus mit der „The Legend of Robin Hood“-Tour Station machen – nachdem er tags zuvor in der Wiener Stadthalle für die Fans spielte. Bei diesem de Burgh’schen Robin bleibt es indes bei weitem nicht.

Im kärntnerischen Friesach können Theaterfans ab 10. Juli im Stadtsaal Matthias Falks Kinderstück „Robin Hood“ erleben, das mit einem Helden voller „Witz und Verstand“ wirbt. Veranstaltet wird das Ganze im Rahmen der Märchensonntage der Friesacher Burghofspiele.

Ab 16. Juli gibt es dann in Niederösterreich beim Musicalsommer Winzendorf ebenfalls die Geschichte des Sherwood-Forest-Helden. Das Stück „Robin Hood. Kampf um Notthingham“ stammt hierbei vom Autor Fritz Schindlecker und Komponist Erwin Kiennast, wobei deren Werk bis 31. Juli von Roman Gregory und anderen interpretiert wird.

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Nicht nur mit dem gleichen Thema, sondern auch noch demselben Premierentag wartet der Verein Teatro auf, der im Stadttheater Mödling ab 16. Juli Norberto Bertassis schlicht „Robin Hood“ betiteltes Musical zeigt. Beworben wird das Ganze mit dem Umverteilungsmantra „Er nimmt es von den Reichen und gibt es den Armen“ und soll bis 6. August junge Sozialrevolutionäre und Musicalfreunde locken.

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