Rosenbauer schaffte gutes erstes Halbjahr

Konzernchef: „Sind zurück in der Spur“ – Wegen Wertberichtigung in Folge eines Betrugs wird gegen zwei Personen prozessiert

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Rosenbauer kann mit dem Halbjahr zufrieden sein: Eine sehr gute Auftragslage und mehr Gewinn stehen zu Buche.
Rosenbauer kann mit dem Halbjahr zufrieden sein: Eine sehr gute Auftragslage und mehr Gewinn stehen zu Buche. © Rosenbauer

Von Christoph Steiner

Der Leondinger Feuerwehrausstatter Rosenbauer kann mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres durchaus zufrieden sein. Nach einem Gewinneinbruch im vorigen Halbjahr wurde heuer deutlich mehr verdient: Das Periodenergebnis kletterte zwischen Jänner und Juni im Jahresabstand von 3,4 auf 5,3 Mio. Euro – bei einem auch wegen einer bilanztechnischen Umstellung von 393,3 Mio. auf 352,7 Mio. gesunkenen Umsatz. „Wir sind zurück in der Spur“, kommentierte Konzernchef Dieter Siegel die aktuellen Zahlen.

Rekord bei Auftragslage

Das spiegelt sich auch in der Auftragslage wieder. In den ersten sechs Monaten sei mehr als eine halbe Milliarde Euro an Auftragseingang verbucht worden, der Auftragsbestand habe erstmals die Ein-Mrd.-Euro-Grenze überschritten, so Siegel. Zudem sind die Werke sehr gut ausgelastet. In Leonding wird erstmals im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet.

Beschäftigt sind nach dem Personalabbau auch wieder mehr Mitarbeiter. Heuer wurden in Österreich 100 Leiharbeiter aufgenommen, netto werde man gegenüber der Höchstbesetzung 60 bis 70 Personen mehr haben.

Im Fall der nach einem Betrug bei Rosenbauer Deutschland nötig gewordenen Wertberichtigung in Millionenhöhe ist man derzeit mit der gerichtlichen Aufarbeitung beschäftigt – bilanziell ist die Sache durch eine vorgenommene Wertberichtigung von 1,2 Millionen und einer Rückstellung von 3,4 Millionen bereits abgeschlossen.

Die forensischen Untersuchungen seien abgeschlossen, der Verdacht gegen zwei Täter – einen ehemaliger Mitarbeiter und einen Vertriebspartner – habe sich bestätigt, so der Unternehmenssprecher Tiemon Kiesenhofer gegenüber dem VOLKSBLATT.

Mit zivilrechtlichen Klagen soll versucht werden das Geld wieder zurückzuholen, um den Schaden möglichst zu minimieren.