Roter Gewerkschafter Meidlinger rüffelt Stadtchef Luger

Christian Meidlinger
Christian Meidlinger © APA/Neubauer

Dass sich — wie berichtet — der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) auf Sicht gesehen für eine Fusion der Magistrats-Krankenfürsorge (MKF) mit anderen Sozialversicherungsträgern ausgesprochen hat, bringt ihm einen geharnischten Rüffel seines Parteifreundes und Gewerkschafters Christian Meidlinger ein.

Der Vorsitzende der „younion — Die Daseinsgewerkschaft“ richtet ihm in einer Aussendung aus: „Das kommt nicht in Frage. Hände weg von den Krankenfürsorgeanstalten.“ Dass die Stadt das Wirtschaftsunternehmen Deloitte mit der Ausarbeitung von Szenarien beauftragt hat, stößt Meidlinger auch sauer auf.

„Das Geld sollte die Stadtregierung besser für ihre Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Vorrangige Projekte gibt es genug“, so der Befund des Gewerkschafters und hochrangigen Wiener SPÖ-Funktionärs. Meidlinger ist im roten Rathausklub Vize-Vorsitzender und seit dem Vorjahr Zweiter Landtagspräsident. Sein Rat an die „handelnden Personen auf allen politischen Ebenen“: Sie sollten „anstehende Sachfragen lösen, statt mit der Abrissbirne herumzuspielen“.

Mitte Februar hatte der Gewerkschafter noch Sozialversicherungs-Chef Peter Lehner „Allmachtsfantasien“vorgeworfen, weil der sich für weitere Fusionen ausgesprochen hatte. Die ÖVP wolle mit der Zerstörung des Kassensystems offenbar von ihrer „politischen Schräglage“ablenken, so Meidlinger. Ansonsten waren die damalige und die Presseaussendung vom Freitag ziemlich wortident.

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