Rotes Kreuz erobert den Luftraum

Zwei Drohnen zur Personensuche oder für Katastrophenfälle im Einsatz

Fliegende Helfer für das Rote Kreuz: Bei jedem Einsatz der Suchhundestaffel wird auch das Drohnenteam mitalarmiert.
Fliegende Helfer für das Rote Kreuz: Bei jedem Einsatz der Suchhundestaffel wird auch das Drohnenteam mitalarmiert. © OÖRK/Hartl

Wie schon Feuerwehr und Polizei hat nun auch das Rote Kreuz in OÖ als erster Landesverband Österreichs Drohnen im Einsatz. Anfang März startete die 25 Mitarbeiter starke Drohnen-Einheit, bislang stand sie bereits fünfmal im Einsatz.

Gedacht sind die „fliegenden Helfer“ vor allem bei Sucheinsätzen, wie OÖRK-Präsident Walter Aichinger betont. Dabei wird Hand in Hand mit der Suchhundestaffel gearbeitet — wird ein Gebiet vorher abgeflogen, können den Schnüfflern etwa unnötige Wege erspart werden.

Aber auch bei Großschadensereignissen oder bei Ambulanzdiensten bei Großveranstaltungen sollen die beiden unterschiedlichen Drohnen zum Einsatz kommen.

Das Rote Kreuz greift dabei auf die modernste Technologie zurück. Das größere der in Linz stationierten Fluggeräte wiegt 6,5 Kilo und kann mit weiteren 2,5 Kilo Material bestückt werden, verrät Landesrettungskommandant Reinhard Schmidt.

Zudem ist der Multicopter mit hochauflösender Kamera, Wärmebild und Laser-Messtechnik ausgestattet, dazu kommen Scheinwerfer und Lautsprecher. Bis zu 50 Minuten kann manövriert werden, ehe der Akku getauscht wird, optimale Flughöhe ist 50 bis 80 Meter.

„Die Drohnen sind ein weiterer Schritt zur Digitalisierung“, sagt der stv. Landesgeschäftsführer Thomas Märzinger. Derzeit sind regionale Stützpunkte in Planung. Aber auch die Einsatzbereiche werden sich in Zukunft erweitern — möglicherweise könnten damit bald schon Blutkonserven oder (in ferner Zukunft) Sanitäter transportiert werden.

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