Ruhe und kreative Unordnung

Neues Stiftsmuseum in Wilhering feierlich eröffnet

Das Museum ist Di bis So (10 bis 16 Uhr) geöffnet.
Das Museum ist Di bis So (10 bis 16 Uhr) geöffnet. © Stift Wilhering

Von C. Grubauer
Der beleuchtete Stiftshof führte die vielen Besucher bei der Eröffnung des neuen Stiftsmuseums in Wilhering durch den Garten in den neu adaptierten Benediktsaal, der sich als großer Feiersaal gleich für ein Konzert bewährte.

Denn das Fest nahm mit Musik aus Balduin Sulzers „Biblische Visionen“ in vier Teilen für Gesang (Tenor: Kurt Azesberger) und dem Wilheringer Streichquartett seinen Anfang. Abt Reinhold Dessl konnte neben Landeshauptmann Thomas Stelzer, der seiner Freude Ausdruck verlieh, hier in Wilhering ein neues Museum eröffnen zu können, viele Gäste begrüßen.

Der vor einer Woche verstorbenen Kuratorin Lydia Altmann widmete man eine Gedenkminute.

Das weitläufige Areal der seit 875 Jahren wirkenden Zisterziensermönche ist in sieben Museumsräume unterteilt. eittafeln zeigen das Stift in seinen Höhen und Tiefen.

Besinnung und Ruhe strahlt die 1,5 Tonnen schwere Brunnenschale aus Marmor aus, in einem dunklen Raum ist Wasser zu hören — Symbol für die sich stets am Wasser niedergelassenen Mönche. Dem heuer verstorbenen Stiftskomponisten Sulzer ist ein Erinnerungsraum gewidmet, seine Musik mit Kopfhörern gegenwärtig und in seiner Komponierstube zeigt sein Arbeitstisch die sagenhafte „kreative Unordnung“.

Der letzte Raum ist dem im Stift ansässig gewordenen Künstler und Maler Fritz Fröhlich gewidmet. Seine Werke sind größtenteils Geschenke an das Stift. Zum festliche Ausklang wurde zur Stärkung geladen und schon wurde der große Festsaal zur gemütlichen Runde umgestaltet.

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