Tiroler Bucher zieht über 100 m Delfin ins EM-Finale ein

Simon Bucher in Rom schon in seinem zweiten EM-Finale © APA/AFP/FILIPPO MONTEFORTE

Der Tiroler Simon Bucher steht bei den Langbahn-Europameisterschaften der Schwimmer in Rom im Finale über 100 m Delfin. Der Fünfte über 50 m Delfin sicherte sich am Samstag seinen Platz im Endlauf (Sonntag, 18.00 Uhr) als Zweiter des ersten Laufs, die Top zwei haben ihr Fix-Ticket. Mit 51,62 Sek. wurde er unter 16 Semifinalisten Siebenter, acht kamen weiter. Für Caroline Pilhatsch reichte es über 50 m Rücken nicht zum Aufstieg. Ihre Zeit von 28,56 Sek. brachte nur Rang 16.

Davor hatte der Rumäne David Popovici den 13 Jahre alten Weltrekord über 100 m Kraul um 0,05 Sek. auf 46,86 Sek. verbessert. Die bisherige Bestleistung hatte der Brasilianer Cesar Cielo Filho in der Ära der Ganzkörperanzüge bei der Rom-WM 2009 fixiert. Der erst 17-jährige Doppel-Weltmeister Popovici setzte damit seinen Erfolgslauf eindrucksvoll fort. Damit bestehen noch zehn Weltrekorde aus der Anzug-Zeit, sechs davon bei der Rom-WM aufgestellt.

Bucher war mit seiner Leistung nahe am Anschlag. „Es war schon ziemlich voll, aber in einem Finale geht meistens noch ein bisschen mehr“, machte sich der WM-Sechste Hoffnung auf eine Steigerung von Zeit und Platz. Sein nationaler Rekord steht seit der Budapest-WM im Juni auf 51,18.

Pilhatsch hatte sich mehr erwartet, führte aber auch an, dass ihr Trainer nach Verbandsbeschluss fehle. Sie werde von anderen mitbetreut. „Ich bin definitiv Solokämpferin. Das war bei allen Wettkämpfen in letzter Zeit. Wenn der Trainer nicht dabei ist, ist es schwer.“ Wegen ihrer im September zu Ende gehenden Polizei-Ausbildung hatte sie auch drei Monate an Training verloren, im Herbst soll ein konzentrierter Aufbau für die Kurzbahn-Saison erfolgen. „Dann wieder voller Fokus aufs Schwimmen.“ Zudem sei die Forcierung von 100 m Rücken in Richtung Olympia noch nicht vom Tisch.

Am Vormittag war der Niederösterreicher Christopher Rothbauer im Vorlauf über 200 m Brust disqualifiziert worden. Das Out hatte auch Lena Opatril über 200 m Kraul (2:03,13./25.), Lena Grabwoski über 50 m Rücken (29,77/32.) und Luka Mladenovic über 200 m Brust (2:15,98/23.) ereilt.

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In weiteren Samstag-Endläufen gab es auch italienische Heimsiege durch Benedetta Pilato über 100 m Brust (1:05,97) und Gregorio Paltrinieri über 800 m Kraul (7:40,86). Sein erst 16-jähriger Landsmann Lorenzo Galossi wurde unter dem Jubel der Fans Dritter. Die 29-jährige Schwedin Sarah Sjöström, schon bei der Rom-WM 2009 siegreich, gewann den Delfinsprint (24,96). 200 m Rücken der Männer gingen an den Franzosen Yohann Ndoye Brouard (1:55,62), und bei den Frauen 400 m Lagen an die Ungarin Viktor Mihalyvari Farkas (4:37,56) und 4 x 100 m Kraul an Großbritannien (3:36,47).

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