Rumänien bei EM 2021 nicht in Österreich-Gruppe

Österreich wird bei der Fußball-Europameisterschaft im kommenden Jahr nicht auf Co-Gastgeber Rumänien treffen. Die Osteuropäer verabschiedeten sich am Donnerstag nach einer 1:2-Niederlage auf Island im Play-off-Halbfinale der EM-Qualifikation aus dem Rennen um die vier noch zu vergebenden Startplätze. Österreichs EM-Gruppe mit den Niederlanden und der Ukraine wird nun mit dem Sieger aus der Partie zwischen Georgien und Nordmazedonien aufgefüllt.

In den für 12. November angesetzten Entscheidungsspielen trifft Island nun auswärts auf Ungarn. Die Magyaren siegten in Bulgarien 3:1. Israel mit Teamchef Willi Ruttensteiner ist aus dem EM-Rennen. Die Israelis mussten sich in Glasgow gegen Schottland nach torlosen 120 Minuten mit 3:5 im Elfmeterschießen geschlagen geben. Die Schotten gastieren nun bei den Serben, die sich in Norwegen mit 2:1 nach Verlängerung durchsetzten. Nordirland entschied die Partie in Bosnien-Herzegowina nach einem 1:1 nach 120 Minuten im Elferschießen mit 4:3 für sich. Auch die Slowakei gewann nach einer torlosen Partie gegen Irland erst bei der Entscheidung vom Punkt mit 4:2.

Die Isländer trafen in Reykjavik in den ersten 35 Minuten durch Gylfi Sigurdsson zweimal. Der Offensivspieler von Everton zeigte bei zwei Einzelaktionen seine Klasse. Die Rumänen, in der Nations League zuletzt Sieger gegen Österreich (3:2) und nächsten Mittwoch ÖFB-Gegner in Bukarest, waren den Nordländern körperlich unterlegen. Island ließ den technisch starken Spieler des Gegners keine Zeit. Die Rumänen wechselte in der Pause dann dreimal – und kamen verbessert aufs Spielfeld. Alexandru Maxim (63.) gelang per Foulelfmeter noch der Anschlusstreffer. Die Isländer verteidigten das Resultat aber erfolgreich über die Zeit.

Im Play-off-Finale treffen die “Wikinger” nun auf Ungarn. Diese siegte in Sofia auch ohne Starspieler Dominik Szoboszlai. Der Salzburg-Profi durfte nach Corona-Fällen im Kader des österreichischen Meisters nicht anreisen. Willi Orban (17.) und Zsolt Kalmar (47.) trafen für die Gäste, die nach dem 1:0 durch den Leipzig-Verteidiger durchaus zittern mussten. Torhüter Peter Gulacsi rettete seinem Team aber die Pausenführung. Kalmars abgefälschter Freistoß kurz nach der Pause war dann die Vorentscheidung. Den Bulgaren gelang erst im Finish beim Stand von 0:3 das Ehrentor.

Schottland und Israel waren sich erst vor einem Monat im Hampden Park gegenüber gestanden. 1:1 endete damals das Duell, auch die Neuauflage sollte eine ausgeglichene Partie sein. Die Schotten hatten durch Manchester Uniteds Scott McTominay in der ersten Spielhälfte die große Chance auf die Führung. Sein Kopfball aus wenigen Metern verfehlte das Gehäuse (38.). Die Israelis mit ihrem Paradesturm Eran Zahavi und Munas Dabbur waren die spielstärkere Elf, zu zwingenden Chancen kamen sie aber nicht.

Auch in der zweiten Spielhälfte blieben die beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Es ging in die Verlängerung, an deren Ende der eingewechselte Shon Weissman noch eine Chance ausließ. Im Elfmeterschießen scheiterte dann ausgerechnet Star Zahavi an Schottlands Keeper David Marshall. Alle anderen Spieler trafen. Ruttensteiners Zukunft ist nach dem Aus ungewiss, sein Vertrag als Teamchef läuft Ende des Jahres aus.

Serbiens Matchwinner war der erst in der 80. Minute eingewechselte Sergej Milinkovic-Savic. Der Mittelfeldspieler von Lazio Rom schoss in Oslo zwei Minuten später das 1:0 und traf in der 102. Minute schließlich entscheidend. Es waren seine ersten beiden Tore im serbischen Teamtrikot. Die Norweger hatten sich durch einen Treffer von Mathis Normann (88.) in die Verlängerung gerettet. Erling Haaland hatten die Serben gut in Griff.

Nordirland, am Sonntag Gastgeber im Nations-League-Spiel gegen Österreich, darf ebenfalls noch auf die EM hoffen. Die Bosnier lagen durch ein Tor von Milan-Profi Rade Krunic (14.) nach einer Viertelstunde voran und hätten ihren Vorsprung durchaus ausbauen können. Den Gästen, bei denen Kapitän Steven Davis mit seinem 120. Länderspiel zum Rekord-Internationalen aufstieg, gelang durch Niall McGinn (53.) aber der Ausgleich. Mit Vorteilen für die Bosnier – Barcelona-Star Miralem Pjanic traf per Freistoß nur Metall – ging es nach 90 Minuten in die Verlängerung. Da auch dort keine Tore fielen, ging es vom Elferpunkt weiter. Dort blieben die Nordiren die Glücklicheren.

Aus dem Quartett der vermeintlich schwächsten vier Teams bestreiten Georgien und Nordmazedonien das Finale. Die Georgier mit Sturm-Graz-Profi Otar Kiteishvili setzten sich gegen Weißrussland verdient mit 1:0 durch. Tornike Okriashvili traf bereits in der 7. Minute per Foulelfmeter. Nordmazedonien schlug den Kosovo mit 2:1 und hielt damit die Hoffnung auf die ersten Teilnahme an einem Großturnier als eigenständige Nation aufrecht. Im Finale haben die Georgier nun Heimvorteil.

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