S 10-Weiterbau in der Warteschleife

Asfinag-Aufsichtsratssitzung neuerlich ohne konkretes Ergebnis

Die S 10 endet in Freistadt Nord, wann weitergebaut wird, ist noch unsicher.
Die S 10 endet in Freistadt Nord, wann weitergebaut wird, ist noch unsicher. © Asfinag

„Die Planung zur Weiterführung der S 10 im Abschnitt von Rainbach Nord bis zur Staatsgrenze Wullowitz werden im Jahr 2021 wieder aufgenommen“, heißt es seit mittlerweile einem Jahr auf der Asfinag-Homepage.

Doch während der Kreishauptmann von Südböhmen kürzlich bei seinem Arbeitsgespräch mit Landeshauptmann Thomas Stelzer bekräftigte, dass Tschechien 2025 die Autobahn bis zur Staatsgrenze in Wullowitz ausbauen wird, geht diesbezüglich in Österreich nichts weiter.

Der ursprünglich von März auf Juni verschobene Beschluss im Aufsichtsrat der Asfinag Bau Management GmbH für eine Freigabe der Planungsarbeiten ist am Mittwoch nicht erfolgt.

„Die Asfinag bereitet die Unterlagen für eine Ausschreibung der Planungsleistungen weiterhin vor. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir aber keine Zeitpunkte für Start der Planungen, bzw. Baubeginn nennen“, erläutert Projektleiter Leopold Lechner auf VOLKSBLATT-Anfrage. Der ursprünglich ins Auge gefasste Fertigstellungstermin im Jahr 2030 wird damit immer unwahrscheinlicher.

Grenzblockade-Drohung

Günter Lorenz, Bürgermeister von Rainbach, hat den Eindruck, „dass jemand die Planungen hinauszögern oder gar verhindern will“. Er fordert daher in einem Brief an Ministerin Leonore Gewessler (Grüne), endlich Taten zu setzen.

„Wir lassen uns dieses Taktieren auf Kosten unsere Gesundheit nicht länger gefallen und werden Aktionen setzten, die medienwirksam auf die Dringlichkeit des Weiterbaues aufmerksam machen“, verweist Lorenz auf die Grenzblockaden gegen den Bau des AKW Temelin im Jahr 2000.

Von Heinz Wernitznig

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