S10-Weiterbau verzögert sich

Asfinag muss vorab Ersatzflächen für Fledermäuse, Schmetterlinge schaffen

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Schlechte Nachricht für die vom Verkehr geplagten Bewohner von Rainbach (Bezirk Freistadt). Obwohl die mündliche UVP-Verhandlung erst vom 17. bis zum 19. November in Freistadt über die Bühne gehen wird, steht jetzt schon fest, dass sich der Baubeginn für die Umfahrung von Rainbach als weiterer Abschnitt der Mühlviertler Schnellstraße S10 verzögern wird.

Dieser war ursprünglich für Ende 2021, Anfang 2022 geplant, nun wird er aber erst im Jahr 2023 stattfinden können. Grund: „Wir haben im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung die Auflage bekommen, vorab Ersatz- lebensräume für Fledermäuse und Schmetterlinge zu schaffen“, erläutert Asfinag-Projektleiter Walter Lechner im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Zusätzlich muss der Autobahn- und Schnellstraßenerrichter im kommenden und darauffolgenden Jahr Einbautensicherungen für die West-Austria-Gasleitung vornehmen. Am Termin 2023 sollen auch die erwarteten Einsprüche nichts ändern.

Zeitplan für „Lückenschluss“ offen

Welche Auswirkungen der spätere Beginn der Hauptbauarbeiten für die 7,2 km lange und 227 Mio. Euro teure Westumfahrung von Rainbach mit der geplanter Fertigstellung 2027 auf das dann noch fehlende Stück bis zur Staatsgrenze nach Wullowitz hat, ist offen.

„Die Planungen für die restlichen acht Kilometer sollen im kommenden Jahr fortgesetzt werden“, sagt Lechner. Von tschechischer Seite wurde zuletzt ein „Lückenschluss“ des Schnellstraßennetzes von Prag nach Linz für 2025 angepeilt.

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Dies wird sich nun nicht mehr ausgehen. Laut dem Asfinag-Projektleiter will man sich im kommenden Frühjahr mit den tschechischen Kollegen abstimmen.

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