Salzburg bringt Fläche für Fotomuseum des Bundes ins Spiel

Nach dem Land spricht sich nun auch die Stadt Salzburg für ein Bundesmuseum für Fotografie in Salzburg aus. Der für Kultur zuständige Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) hat am Freitag einen Neubau an der Schwarzstraße unweit des Schloss Mirabell in Aussicht gestellt. Das Rupertinum in der Altstadt, in dem die Fotosammlung des Landes untergebracht ist, hält er rein baulich für zu klein.

„Wenn das neue Paracelsusbad im Herbst 2019 in Betrieb geht, kann das alte Kurhaus abgerissen werden. Auf diesem Areal sehe ich die Option, ein Haus für die Fotografie und den Film zu errichten – ein Foto- und Filmmuseum in Kooperation mit dem Filmkulturzentrum Das Kino“, erklärte Auinger. Er teile die Ansicht von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP), dass ein österreichisches Fotomuseum nach Salzburg passe und wolle ihm darum bei einem Treffen im September den Standort am Kurgarten nahe legen.

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Der Gemeinderat der Stadt müsse ab Herbst ohnehin die Diskussion über eine Nachnutzung des Areals führen. „Wir reden hier vom letzten Grundstück in der Altstadt-Zone I. Das ist ein idealer Standort für die Kultur“, sagte Auinger. Für die Baukosten seien wohl rund 30 Millionen Euro zu veranschlagen. Zunächst werden aber Daten zur baulichen Ausnutzbarkeit des Areals und zum Flächenbedarf für die Bereiche Fotografie und Film erhoben.

Die Stadt Salzburg wäre für den Vizebürgermeister ein passender Standort. Nicht nur die Fotosammlung des Bundes wird vom Museum der Moderne verwaltet, das Rupertinum beherberge die höchst beachtliche Landessammlung. Und mit der Galerie und dem Archiv des Fotohofs bestehe ein weiteres Kompetenzzentrum internationalen Ranges in Salzburg.